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Wie unpassend, diesen Planeten Erde zu nennen,
wenn er doch ganz klar ein Ozean ist. Arthur C. Clarke

Staatsminister Hahn mit Präsident DMB, Heinz Maurus, Foto DMB/Arndt
Gruppenbild Foto DMB/Arndt

Hochkarätiger Austausch im Schatten des Brandenburger Tores: Heute am 16. April lud die Deutsche Maritime Akademie (DMA) des Deutschen Marinebunds zum Parlamentarischen Frühstück ins Hopfingerbräu ein.
Präsident Heinz Maurus (Staatssekretär a.D.) konnte über 100 hochkarätige Gäste aus dem Parlament, der Diplomatie, der Industrie sowie der Bundeswehr und Zivilgesellschaft begrüßen.
Analyse der Weltlage: Das Transformationsgewitter
Hauptredner Florian Hahn , Staatsminister im Auswärtigen Amt, spannte in einer sicherheitspolitischen Tour d’Horizon den Bogen von der Ukraine über den Mittleren Osten bis hin zu den transatlantischen Beziehungen.
Seine zentrale These: Der Begriff der „Zeitenwende“ greift angesichts der heutigen Realität zu kurz. In Anlehnung an den Autor Georg Milde beschrieb Hahn die aktuelle Lage treffender als ein „Transformationsgewitter“. Es ist eine Zeit, in der sich multiple Krisen mit einer Geschwindigkeit entladen, die uns zu radikaler Anpassung und strategischer Weitsicht zwingt.
Perspektiven aus dem Parlament
Die Einordnung der politischen Akteure unterstrich die Komplexität der Lage:
Siemtje Möller MdB sprach über die aktuelle Lage der Deutschen Marine. Sie machte deutlich, dass eine einsatzbereite Flotte in Zeiten globaler Instabilität kein „Nice-to-have“, sondern die Voraussetzung für die Sicherheit unserer Handelswege ist.
Anne Janssen MdB  lenkte den Blick auf die Heimatfront: Sie betonte die kritische Bedeutung einer robusten Hafeninfrastruktur für die Gesamtresilienz Deutschlands. Ohne leistungsfähige Häfen gibt es keine Sicherheit in der Versorgung und keine militärische Logistik.
Unser Fazit
Maritime Sicherheit ist die Lebensader unserer Gesellschaft. Das heutige Frühstück hat einmal mehr gezeigt: Nur im engen Schulterschluss zwischen Politik, Marine und Wirtschaft können wir die Blitze dieses „Transformationsgewitters“ sicher ableiten.
Ein herzlicher Dank an alle Teilnehmer für die offenen und konstruktiven Gespräche!


Als Bildungswerk des DMB, des größten maritimen Interessenverbands Deutschlands, soll die Akademie das Wissen um die Bedeutung der See, der Schifffahrt, der maritimen Wirtschaft und der Meerespolitik für das Wohl der Bundesrepublik Deutschland – auch in küstenfernen Regionen – fördern. Dies erreicht die Akademie unter anderem durch

Maritime Expertengespräche in Laboe und im Binnenland, wissenschaftliche Symposien zu Fragen der Meerespolitik und der maritimen Wirtschaftspolitik, Seminare zu Themen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Studienreisen und internationale Begegnungen maritim Interessierter.

Ziele der Deutschen Maritimen Akademie

Mit vielfältigen Bildungsangeboten trägt die DMA dazu bei

  • das maritime Bewusstsein in Deutschland zu intensivieren
  • das Wissen um die Rolle und die Bedeutung der maritimen Wirtschaft in der Bundesrepublik
  • die sicherheitspolitische Bedeutung freier Seewege
  • die Rolle der Deutschen Marine für die sicherheitspolitischen Interessen der Bundesrepublik
  • die Bedeutung der internationalen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zu fördern
  • das Verständnis für maritime Traditionen und Kultur
  • das Verständnis für eine zeitgemäße maritime und militärische Gedenkkultur in Deutschland
  • durch interne Weiterbildung für den Deutschen Marinebund sowie angeschlossene Verbände und Vereine das Verständnis und die Fähigkeiten für die Vermittlung maritimer Themen zu schärfen