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Wie unpassend, diesen Planeten Erde zu nennen,
wenn er doch ganz klar ein Ozean ist. Arthur C. Clarke

Pressemitteilungen und Berichte

Eisig und doch voller Leben – Sonderausstellung „Antarctica“ im Übersee-Museum Bremen

Kurs Süd, immer Süd. Über den Äquator mit seiner Sonne und der ewigen Hitze. Dann beginnt die Temperatur zu sinken, es wird nicht nur kühler, es wird kalt. Richtig kalt. Schließlich haben wir nach einer Reise von vielen Tausend Kilometern unser Ziel erreicht: die Antarktis, einer der am wenigsten erforschten Orte der Welt. Hier herrschen Temperaturen von -55 °C, Windböen erreichen 300 km/h, im Winter gibt es nur wenige Stunden Sonnenschein am Tag. In dieser bizarren und scheinbar lebensfeindlichen Umgebung existiert eine schier unüberschaubare Anzahl von Tieren, die sich perfekt an die für uns Menschen tödlichen Gegebenheiten angepasst haben.

Kommen Sie mit auf eine Reise in die Welt der weißen Kälte, als 12. Mitglied der Expedition von Luc Jacquet. Im Alter von 24 Jahren kam der damalige Biologiestudent erstmalig in die Antarktis, um für ornithologische Forschungen Pinguine zu zählen. Damals entdeckte er nicht nur seine Abenteuerlust, sondern auch die Leidenschaft für den Film. Diese hat ihm 2015 den Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ für das Meisterwerk „Die Reise der Pinguine“ eingebracht, eine opulente Arbeit von berauschender Schönheit, die 35 Mio. Menschen weltweit begeisterte. Zusammen mit den Fotografen Laurent Ballesta und Vincent Munier sowie acht weiteren Männern hat sich Jacquet 2015 wieder auf die Reise gemacht, um den Menschen die Vielfalt dieser unwirtlichen Region nahezubringen. Die Resultate seiner mühevollen und gefährlichen Arbeit können Sie im Übersee-Museum in Bremen bestaunen. 45 Tage lang hat das Team in dem von Menschen bislang fast unberührten Raum zugebracht und dabei einzigartige und beeindruckende Sequenzen festgehalten. Die Taucher der Expedition mussten bis zu sechs Stunden mit dem Anlegen der speziellen Ausrüstung verbringen, um auf ihren Einsätzen einzigartige Bilder von Eisschollen und -bergen, Anemonen, Seesternen, Quallen und Fischen einfangen zu können. Pinguine und Robben, die Grenzgänger zwischen Wasser und Land, bringen den Betrachter wieder hinaus aus dem nassen Element und aufs Eis, mitten hinein in eine Kolonie von Kaiserpinguinen. Präsentiert werden diese Aufnahmen auf großflächigen Leinwänden, Wind und Vogelgeschrei untermalen die Szenen eindrucksvoll.

Der abschließende Teil der Ausstellung wurde vom Übersee-Museum in wissenschaftlicher Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven gestaltet. Hier steht die antarktische Polarforschung im Mittelpunkt, Kinder können spielerisch noch mehr über die Antarktis herausfinden.

Die Sonderausstellung „Antarctica“ ist im Übersee-Museum Bremen noch bis zum 24. April 2019 zu sehen.

Text: Marcus Bredick
Quelle: Übersee-Museum Bremen

Der Kaiser und sein Fotograf: Regisseur Luc Jacquet mit einem Kaiserpinguin. Foto: Vincent Munier

Parlamentarisches Frühstück in Berlin – September 2018

Ein klares Bekenntnis zur europäischen Sicherheit - Großbritannien verlässt die EU, aber nicht Europa

Unter verschärften Bedingungen fand am 27. September dieses Jahres das Parlamentarische Frühstück in Berlin statt. Es war für die geladenen Gäste nicht ganz einfach, sich zum Veranstaltungsort, dem Hopfingerbräu im Palais, durchzuschlagen. Grund für die leichten Schwierigkeiten war der Staatsbesuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der zu dieser Zeit in Berlin weilte.

Die Begrüßung erfolgte durch den Organisator der Veranstaltung, Ministerialdirigent Karl-Dietrich Haase, in seiner Funktion als Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Maritimen Akademie. Das Frühstück wurde – nicht zum ersten Mal – in bewährter Art und Weise gemeinsam mit MARINBO, dem Maritimen Industriezirkel Bonn-Berlin, ausgerichtet.

Besonders herzlich begrüßt wurden 26 gemeldete Bundestagsabgeordnete, darunter der Schirmherr der Veranstaltung, MdB Ingo Gädechens, CDU. Für die Marine wurde Vizeadmiral Rainer Brinkmann, für die Politik der Vorsitzende des Arbeitskreises Küste, Oliver Grundmann (MdB/CDU) begrüßt. Ein herzliches „Welcome“ galt dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels und aus der Industrie Tim Wagner, dem Geschäftsführer der Lürssen Werft, der als Sponsor des Parlamentarischen Frühstücks diese Veranstaltung möglich gemacht hatte.

Stellvertretend für die Repräsentanten zahlreicher Verbände erwähnt Werner Schiebert an dieser Stelle nur Dr. Hans Christoph Atzpodien, den Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Anschließend stimmte Haase die Gäste auf die Rede von S.E. Sir Sebastian Wood in diesen unruhigen Zeiten vor dem BREXIT ein. Sir Sebastian Wood ist seit September 2015 britischer Botschafter in Deutschland und war vorher Botschafter in China.

Zunächst übergab Karl-Dietrich Haase an den Schirmherrn, Ingo Gädechens, der im Rahmen seines Grußwortes natürlich die Wahl von Ralph Brinkhaus am Vortag zum neuen Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ansprach. Er selbst, so Gädechens stehe für Beständigkeit, denn er wurde mit mehr als 96 % der Stimmen erneut zum Obmann des Verteidigungsausschusses gewählt.

Anschließend hatte S.E. Sir Sebastian Wood das Wort, der zum Thema „Allgemeine Aspekte der europäischen Verteidigung und Sicherheit einschließlich der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien“ vortrug.

„Wir verlassen die EU, aber nicht Europa. Wir sind eine europäische Nation, und wir teilen europäische Werte und Interessen. Das haben wir im Laufe der Geschichte und besonders auch im zurückliegenden Jahr mit all seinen Herausforderungen bewiesen.

Großbritannien hat in dieser Zeit ein klares und bedingungsloses Bekenntnis zur europäischen Sicherheit abgelegt. Zunächst mündlich in der Rede unserer Premierministerin bei der Münchener Sicherheitskonferenz und dann noch einmal schriftlich in unserem Weißbuch zur zukünftigen Partnerschaft Großbritanniens mit der EU. Am wichtigsten aber ist, dass wir es in diesem turbulenten Jahr, in dem ganz Europa, nicht nur die EU, an einem Strang ziehen musste, mit unserer Politik unter Beweis gestellt haben.

Im zurückliegenden Jahr hat Großbritannien in allen großen Fragen an der Seite Deutschlands und unserer anderen europäischen Verbündeten gestanden:

Wir haben uns für den Erhalt des wichtigen Atomabkommens mit dem Iran eingesetzt, wir waren entschieden gegen eskalierende Handelskriege und wir haben uns dem völkerrechtswidrigen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien wie auch in Salisbury entgegengestellt, um nicht nur die gefährdeten Personen zu schützen, sondern auch das internationale System, das unsere Sicherheit gewährleistet.

Manche Leute waren besorgt, dass die Entscheidung Großbritanniens für den Austritt aus der EU unsere Rolle in der europäischen Verteidigung und Sicherheit schwächen würde. Diese Leute irren sich. Wir werden weiter bedingungslos für die europäische Sicherheit einstehen.

Es stimmt, die Bevölkerung Großbritanniens hat eine demokratische Entscheidung getroffen, die EU zu verlassen. Und es stimmt auch, dass wir für die Zukunft ein neues Verhältnis zur EU aufbauen müssen, mit einem neuen Gleichgewicht von Rechten und Pflichten in unserer Wirtschaftspartnerschaft. Wenn es jedoch um die Verteidigung und Sicherheit geht, ist es entscheidend, dass wir uns weiter gegenseitig vor den heutigen Gefahren schützen und dass wir auch den künftigen Bedrohungen gemeinsam entgegentreten.

Denn Europa ist (für Großbritannien) mehr als nur die EU, und wir müssen uns alle gemeinsam den immer wieder neuen Bedrohungen stellen. Wir Europäer tun ja tatsächlich jetzt mehr. Endlich investieren wir mehr Geld in unsere Verteidigung und stärken den europäischen Pfeiler der Nato. Die Sicherheits-Instrumente der EU funktionieren inzwischen gut und helfen, uns gegen interne Gefahren wie Kriminalität und Terrorismus zu schützen. Die Nato und die EU haben auch versichert, dass sie zusammenarbeiten werden, um Europa gegen eine neue Art hybrider Bedrohungen zu verteidigen. Diese sind alle gekennzeichnet von der Fähigkeit, Schwachstellen in unserer Wirtschaft und unseren Gesellschaften auszunutzen, die oft vom rasanten Tempo des technologischen Wandels verursacht werden. Großbritannien hat eine starke nachrichtendienstliche Verbindung zu seinen europäischen Partnern und zu Deutschland insbesondere, was dazu beiträgt, Terroranschläge zu vereiteln. Das ist uns dieses Jahr auch gelungen!

Großbritannien steht an der Spitze dieser europäischen Reaktion. Wir engagieren uns in dreierlei Hinsicht:

Wir halten unsere Position als führender NATO-Partner in Europa, indem wir in unsere Fähigkeiten investieren und das Leitbild dafür gestalten, wie die Nato sich auf neue Bedrohungen einstellen kann.

Wir schlagen eine tiefgehende Drittstaaten-Partnerschaft mit der EU vor, insbesondere um weiter einen Beitrag zu den Instrumenten und Agenturen der inneren Sicherheit der EU leisten zu können – wie Europol, SIS II oder dem Europäischen Haftbefehl. Und wir bauen stärkere bilaterale Verteidigungs- und Sicherheits­beziehungen zu europäischen Ländern auf.

Die enge bilaterale Verteidigungsbeziehung Großbritanniens mit Deutschland ist ein gutes Beispiel dafür. Unsere Streitkräfte operieren gemeinsam: bei der Operation Resolute Support in Afghanistan, im Rahmen der Mission gegen den Islamischen Staat in Syrien und Irak, und wir führen beide Bataillone der Nato-Speerspitze im Baltikum.

Nächste Woche wird unser Verteidigungsminister Williamson gemeinsam mit Verteidigungsministerin von der Leyen eine gemeinsame Erklärung zu unserer künftigen verstärkten Verteidigungszusammenarbeit unterzeichnen. Großbritannien hat auch Pläne für unsere weitere militärische Präsenz in Sennelager zu Ausbildungszwecken und für die Bildung einer gemeinsamen deutsch-britischen Brücken-Einheit in Minden auf der Basis des Brücken- und Fährenfahrzeugs Amphibie M3. Außerdem haben wir uns wieder dem Boxer-Programm angeschlossen und freuen uns darauf, in bis zu 500 gemeinsam entwickelte moderne Panzerfahrzeuge zu investieren. Da wir auf beiden Seiten neue Systeme zu entwickeln haben, gibt es viel Raum für eine Zusammenarbeit – zum Beispiel beim Major Ground Combat System für den Bodenkampf oder dem Programm zum Ausbau der Eurofighter-Fähigkeiten (Typhoon Capability-Programme). Ich sehe keinen Grund, warum die Bundesmarine und die Royal Navy nicht davon profitieren sollten, in Sachen Gerätefähigkeit enger zu kooperieren – wir verfügen über einige erstklassige Fähigkeiten. Und vielleicht ist die deutsche Rüstungsindustrie auch daran interessiert, sich zum Beispiel an dem neuen Typ 31-Fregatten-Exportprogramm zu beteiligen.

Sie sehen: Entschlossenheit, greifbare Ergebnisse und echte Partnerschaft. Das ist es, was Großbritannien in Deutschland und in Europa einzubringen hat und was wir mit unserem Weißbuch zum künftigen Verhältnis Großbritanniens zur EU angeboten haben. Die Erklärung von Bundeskanzlerin Merkel nach dem Gipfel in Salzburg, dass sie eine gemeinsame Grundlage für die Zusammenarbeit bei der inneren Sicherheit und in der Außenpolitik sieht, stimmt mich optimistisch.

Aber wie Premierministerin May nach Salzburg gesagt hat, befinden wir uns in den Verhandlungen jetzt in einer Sackgasse, besonders bei den beiden miteinander zusammenhängenden Fragen einer Notfallregelung für Nordirland und unserer zukünftigen Handelsbeziehungen. Diese Fragen müssen in einer Art und Weise gelöst werden, die den grundlegenden Interessen beider Seiten Rechnung trägt. Wir haben unsere Vorschläge für eine künftige Handelsbeziehung mit der EU sorgfältig so gestaltet, dass der Binnenmarkt der EU respektiert wird. Und unsere Vorschläge für die Grenze zwischen Nordirland und Irland sind so konzipiert, dass die Integrität des Vereinigten Königreichs bewahrt wird.

Ich hoffe, dass diese noch strittigen Punkte gelöst werden können. Wenn nicht, besteht die Gefahr, dass Großbritannien die EU ohne eine Regelung verlässt. Das ist in niemandes Interesse. Das britische Bekenntnis zur europäischen Verteidigung und Sicherheit bliebe zwar bestehen, aber wir wären dann sehr eingeschränkt in unseren Möglichkeiten, es auch umzusetzen. Wir könnten Verteidigungsinitiativen der EU nicht unterstützen und könnten keine Beiträge mehr zu den Instrumenten und Behörden der inneren Sicherheit leisten. Unsere kollektive Verteidigung gegen neue hybride Bedrohungen würde beeinträchtigt. Und das wäre geostrategisch sub-optimal.

Ich hoffe vielmehr, dass es uns gelingt, einen gangbaren Weg zu finden. Wenn Europa die Tatsache akzeptiert, dass Großbritannien die EU verlässt, wird es hoffentlich auch erkennen, dass es im Nordwesten einen starken und fähigen Partner hat, der fest zur Verteidigung und Sicherheit unseres Kontinents steht.”

Text: S.E. Sir Sebastian Wood und Werner Schiebert, Chefredakteur Leinen los!
Foto: Deutscher Marinebund e.V.

Chorleiterseminar in Laboe

Die Deutsche Maritime Akademie veranstaltet in Verbindung mit dem Beauftragten der Shantychöre vom 22. bis 25. November 2018 ein Chorleiterseminar in Laboe.

Im Rahmen des Seminars werden folgende Themen behandelt: Dirigieren, Tonangabe, Tonbildung/Klanggestaltung, Atemtechnik, Öffentlichkeitsarbeit, Bühnentechnik, GEMA, Urheberrecht und Künstlersozialversicherung.

Die Kosten für das Chorleiterseminar betragen 75 Euro pro Person. Für mitreisende Partner ist die Unterbringung im selben Zimmer möglich. Die Zusatzkosten betragen 100 Euro pro Begleitung. Unterkunft und Verpflegung sind im Teilnahmebetrag enthalten. Jeder Teilnehmer erhält eine Anmeldebestätigung mit weiteren Informationen. Bitte bei der Anmeldung angeben, ob bei der Führung durch das Marine-Ehrenmal eine Kranzniederlegung stattfinden soll.

Weitere wichtige Informationen zur Anmeldung und zum Programm entnehmen Sie bitte der pdf-Datei (siehe Link unten)

Quelle: Deutsche Maritime Akademie e.V.

Ausschreibung_Chorleiterseminar_2018

10. Maritimes Expertengespräch – Maritime Brennpunkte an den Außengrenzen Europas

Die Historische Halle auf dem Gelände des Marine-Ehrenmals in Laboe war vor kurzem bis auf den letzten Platz gefüllt. Offensichtlich traf das Thema „Maritime Brennpunkte an den Außengrenzen Europas“ des 10. Maritimen Expertengesprächs den Nerv der zahlreichen in und um Kiel beheimateten an maritimer Sicherheitspolitik Interessierten. Ein deutliches Zeichen der Verbundenheit zum Deutschen Marinebund (DMB) war die Teilnahme einer Delegation der Marine-Offizier-Vereinigung und des Deutschen Maritimen Instituts, angeführt von den Admiralen a.D. Wolfgang Nolting und Hans-Joachim Stricker. Doch auch die Marineschule Mürwik sorgte mit rund 90 Offizieranwärtern für eine würdige Kulisse in „Blau“. Veranstalter des Maritimen Expertengesprächs waren die Deutsche Maritime Akademie (DMA), eine 100-prozentige Tochter des DMB, der Nautische Verein zu Kiel und die Gesellschaft für Sicherheitspolitik.

Ziel des diesjährigen Expertengespräches war es, Politik und Militär zu einer klaren Aussage über die künftige strategische Ausrichtung der maritimen Sicherheitspolitik Deutschlands zu bewegen. Gegenstand der Vorträge war die Lage in der Ostsee, dem vermeintlichen „Meer des Friedens“ ebenso wie im Mittelmeer und im Nahen und Mittleren Osten. Die Expertenrunde analysierte die aktuelle Sicherheitslage und versuchte, eine Antwort darauf zu geben, welche politischen und militärischen Lösungsansätze möglich und notwendig und welche Vorschläge seitens der Politik bereits vorliegen bzw. angedacht sind.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Präsident des Deutschen Marinebundes, Staatssekretär a.D. Heinz Maurus, die Gäste und riss das Thema kurz an. Jörg Alter, Ministerialrat a.D., von Anfang an verantwortlich für die Planung und Durchführung dieser Veranstaltung, blickte auf die zehnjährige Geschichte der Expertengespräche zurück und übergab das Wort an den Moderator des Abends, Dr. Jürgen Rohweder, Ehrenvorsitzender des Nautischen Vereins zu Kiel.

Generalleutnant a.D. Kersten Lahl, Vizepräsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, führte in einem fulminanten, ca. 20 minütigen Impulsvortrag in das Thema ein und gab einen Überblick über die weltpolitische Sicherheitslage. Weitere Statements folgten von Johannes Peters, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Maritime Strategie und Sicherheit am Institut für Sicherheitspolitik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, von Ingo Gädechens, Mitglied des Deutschen Bundestags, langjähriger Obmann der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion und – last, but not least – von Flottillenadmiral Axel Deertz, Unterabteilungsleiter Operation im Marinekommando Rostock. Die Veranstaltung endete nach mehr als zweieinhalb Stunden mit einer abschließenden Diskussion und einem kleinen „Rees an Backbord“ im Restaurant Heimathafen in Laboe.

Es ist geplant, alle Vorträge in Leinen los! Ausgabe 1-2/2018 zu veröffentlichen.

Text: Werner Schiebert, DMB-Vizepräsident und Chefredakteur Leinen los!
Fotos: Matthias Faermann, stellvertretender Chefredakteur Leinen los!

Der Blick ins Publikum – in der ersten Reihe (v.r.) Vizeadmiral a.D. Wolfgang Nolting, DMB-Präsident Heinz Maurus, Ehrenpräsident Karl Heid.
Heinz Maurus bei seinem ersten Auftritt als Vorsitzender der Deutschen Maritimen Akademie.
Als Moderator der Maritimen Expertengespräch seit zehn Jahren an Bord, Dr. Jürgen Rohweder.
Generalleutnant a.D. Kersten Lahl verdeutlicht die sicherheitspolitische Lage Deutschlands in seinem rund 20-minütigen Impulsvortrag.
Johannes Peters trägt engagiert aus wissenschaftlicher Sicht zum Thema des Abends vor.
Flottillenadmiral Axel Deertz zeigte die vielfältigen Aufgaben der Deutschen Marine auf.
(v.l.) Das Podium und der Organisator (v.l.): Jörg Alter, Dr. Jürgen Rohweder, Heinz Marurs, Johannes Peters, Axel Deertz, Ingo Gädechens, Kersten Lahl.

9. Maritimes Expertengespräch – Sind die Meere noch zu retten?

9. Maritimes Expertengespräch Laboe am 17. November 2016
Das Meer und seine globale Bedeutung für den Menschen sind Kernthemen für die Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Marinebundes und der Deutschen Maritimen Akademie.

Jörg Alter
Stehen die Meere durch Verschmutzung, Klimawandel, Ozeanversauerung und intensive Nutzung vor dem Kollaps? Wir wollen im diesjährigen Expertengespräch dazu alte und neue wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse erörtern, eine Gefährdungsanalyse abgeben und versuchen, Lösungsansätze zum Schutz der Meere aus Forschung, Politik und Wirtschaft herauszuarbeiten. Der Mensch profitiert vom Meer und seinen Küsten in vielerlei Hinsicht. Er nutzt es als globalen Transportweg, als Lebensmittel- und Rohstofflieferanten und auch als Erholungsort. Gleichzeitig behandelt er es schlecht. Er missbraucht es als Müllkippe und beutet es durch unkontrollierte Nutzung rücksichtslos aus. Die Folge ist bereits jetzt eine teilweise Zerstörung der Meeresumwelt. Hinzu kommt die durch die Verbrennung fossiler Energieträger verursachte massive Freisetzung von Kohlendioxid in der Luft, die sich gleich zweifach auf die Meere auswirkt. Da ist zum einen die globale Erwärmung und damit verbunden der Anstieg des Meeresspiegels durch das Abschmelzen der Eisdecken in den arktischen Regionen. Wenn wir diese Entwicklung nicht stoppen, werden durch Überschwemmungen weltweit Inseln und Küstenregionen und damit die Existenz von Millionen Menschen bedroht sein. Daraus folgt eine veränderte weltweite Sicherheitslage durch neue Migrations- und Flüchtlingsströme.
Schon heute beschäftigen sich Militärs mit denkbaren Szenarien. Zum anderen wird seit einiger Zeit nachgewiesen, dass sich das Kohlendioxid aus der Luft mit einem Anteil von 30 % im Meerwasser auflöst: das Resultat ist eine Versauerung der Meere. Durch diese Veränderung des Meereswassers können sich bedeutende Konsequenzen für das Leben im Ozean ergeben. Betroffen sind auch Arten, die für uns von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind.
Inzwischen sind Öffentlichkeit und Politik alarmiert. Ob beim letzten Klimagipfel in Paris, beim G7-Treffen auf Schloss Elmau oder bei der Vorstellung des vierten World Ocean Review in Berlin, die zunehmende Gefährdung der Ozeane mit gravierenden Folgen für die Menschheit sind zu einem zentralen Thema geworden…

Sind die Meere noch zu retten? - 9. Maritimes Expertengespräch

8. Maritimes Expertengespräch – Die Bedrohung wächst: Seehandelswege in Gefahr?

Der Präsident des Deutschen Marinebundes, Karl Heid, zugleich Vorsitzender der Deutschen Maritimen Akademie, begrüßte beim 8. Maritimen Expertengespräch am 19. November 2015 die Referenten des Abends und rund 200 Gäste in der Historischen Halle des Marine-Ehrenmals in Laboe. Das Thema: „Die Bedrohung wächst: Seehandelswege in Gefahr?“.

Abwarten ist keine Option
Karl Heid

Ich begrüße Sie ganz herzlich im Namen der Deutschen Maritimen Akademie, zugleich auch im Namen des Deutschen Marinebundes und der heutigen Kooperationspartner, dem Nautischen Verein zu Kiel sowie der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, die heute mit ihrer Präsidentin Frau Ulrike Merten hochrangig vertreten ist.
Frau Merten, ich kann mich an ihren Besuch als Vorsitzende des Verteidigungsausschusses in unserem Marine-Ehrenmal noch sehr gut erinnern. Noch einmal danke für Ihr Kommen.
Die Maritimen Expertengespräche in Laboe haben inzwischen einen festen, und ich darf sagen, vielbeachteten Platz, wenn es um die Themen maritime Sicherheitspolitik, Meeresforschung und maritime Wirtschaft geht. Dabei wollen wir mit hochrangigen Experten die für unser Land so essenziell wichtigen Themen bewusst außerhalb von reinen Fachzirkeln einer breiten Öffentlichkeit in allgemein verständlicher Form und Sprache näher bringen und das Interesse wecken.
Dies sieht der Deutsche Marinebund als eine seiner Hauptaufgaben an. Die Gründung der Stiftung Deutsche Maritime Akademie war die logische Konsequenz.
Ganz wichtig sind uns die Einbindung der politischen Entscheidungsträger und das Zusammenführen von Marine, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Zusammensetzung unserer heutigen Expertenrunde folgt dieser Zielsetzung, und wir freuen uns, dass wir in allen Bereichen so hochrangige und kompetente Vertreter begrüßen können. Meine Damen, meine Herren, herzlichen Dank für Ihre Teilnahme. Unser Moderator, Dr. Jürgen Rohweder, wird Sie im Anschluss noch vorstellen. Nun noch einige Worte zu unserem Thema, den aus unserer Einschätzung steigenden weltweiten Bedrohungen und deren möglichen Auswirkungen auf die Seehandelswege und damit auf unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand.
Wir konnten bei unseren langfristigen Planungen nicht ahnen, dass die Bedrohungen auch geographisch an die Grenzen Europas und der Nato heranreichen und selbst kriegerische Auseinandersetzungen leider wieder zu einer längst für möglich gehaltenen Option werden könnten…

8. Maritimes Expertengespräch in Laboe

6. Maritimes Expertengespräch in Laboe – Vernachlässigt Deutschland seine maritime Sicherheitspolitik?

Podiumsdiskussion mit Experten im Marine-Ehrenmal in Laboe – Historische Halle
am Dienstag, den 19. November 2013, um 18:00 Uhr

Zum Thema
Die deutliche Diskrepanz zwischen der zunehmenden Bedeutung maritimer Sicherheit auf der einen Seite und dem weitverbreiteten Desinteresse an maritimen Fragen
in Politik und in großen Teilen der Bevölkerung auf der anderen Seite erfordern mehr Anstrengungen in allen Bereichen unserer Gesellschaft, um Antworten auf diese
neuen Herausforderungen in unserem maritimen Jahrhundert zu finden.

In der Politik hat zwar ein erstes Umdenken begonnen, aber es mangelt nach wie vor an sicherheitspolitischen Konzepten und Strategien.

Wir wollen in dem Expertengespräch mit Kurzreferaten eine aktuelle Übersicht über dieses Thema geben und darüber diskutieren, ob bzw. welche neuen Handlungsansätze es für eine maritime Sicherheitspolitik gibt, welche Dringlichkeit diese haben und wie die
Gesellschaft besser über die maritime Dimension deutscher Sicherheit informiert werden kann.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung bis zum 15. November 2013. Interessierte Angehörige und Freunde sind ebenfalls herzlich willkommen.

Der Eintritt ist frei!

Programm am 19. November 2013 um 18:00 Uhr

Begrüßung
Karl Heid
Vorsitzender der Deutschen Maritimen Akademie und
Präsident des Deutschen Marinebundes

Einführung und Vorstellung der Diskussionsteilnehmer
Dr. Jürgen Rohweder
Vorsitzender des Nautischen Vereins zu Kiel

Impulsreferat
Prof. Joachim Krause, Leiter des Instituts für Sicherheitspolitik an der Uni Kiel
„Die globale sicherheitspolitische Lage und ihre Auswirkungen auf eine deutsche
maritime Sicherheitspolitik.“

Kurzbeiträge zum Thema
Dr. Hans-Peter Bartels, MdB (SPD)
Ingo Gädechens, MdB (CDU)
„Anforderungen an eine deutsche maritime
Sicherheitspolitik und deren Umsetzung“.

Hans-Joachim Stricker,
Präsident des DMI, Vizeadmiral a.D.
„Welchen Beitrag können bzw. sollten die Seestreitkräfte heute und künftig im Rahmen einer deutschen maritimen Sicherheitspolitik leisten?“

Prof. Dr. Rüdiger Wolfrum (angefragt),
ehem. Präsident des internationalen Seegerichtshofes in Hamburg
„Rechtsfragen im maritimen Raum“.

Schlusswort
Jörg Alter, Ministerialrat a.D., Deutscher Marinebund

Anmeldungen an die Geschäftsstelle in Laboe:

Strandstraße 92
24235 Laboe

Tel.: 04343 494849-62
Fax.: 04343 494849-67

info@deutsche-maritime-akademie.de

Parlamentarisches Frühstück in Berlin – März 2018

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, spricht über „Die Marine im Aufbruch“
Besucherrekord im Hopfingerbräu – mehr als 130 Zusagen, darunter die von rund 30 Bundestagsabgeordneten sorgten für ein volles Haus!
Begrüßt wurden Teilnehmer aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, insbesondere aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Bundeswehr, durch den geistigen Vater dieser Veranstaltung, Ministerialdirigent a.D. Karl-Dietrich Haase, Stv. Vorsitzender der Deutschen Maritimen Akademie.

Es würde den Rahmen sprengen, alle Ehrengäste hier aufzuführen. Stellvertretend für die Abgeordneten sollen hier nur der alte und neue Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Wolfgang Hellmich, der auch Schirmherr des Frühstücks war, der Vorsitzende des Arbeitskreises Küste, Oliver Grundmann, und der Obmann der CDU im Verteidigungsausschuss, Ingo Gädechens, genannt werden. Etwas Farbe brachten die Ausgehuniformen der Attachés aus den USA, Polen, Spanien, Griechenland, Frankreich, Litauen und der Türkei in den bis auf den letzten Platz besetzten Saal.

Für die Angehörigen der Bundeswehr begrüßte Haase den Stv. Generalinspekteur der Bundeswehr, Vizeadmiral Joachim Rühle. Ein herzliches Willkommen rief Haase den Vertretern zahlreicher Verbände zu, darunter Vizeadmiral a.D. Hans-Joachim Stricker, Präsident des Deutschen Maritimen Instituts und der Vorsitzende Marine des Deutschen BundeswehrVerbandes, Fregattenkapitän Marco Thiele, um nur einige zu nennen. Ein besonderes herzlicher Gruß ging an die Sponsoren, an deren Spitze der CEO von Raytheon International John Harris stand.

Nach einigen einleitenden Worten übergab Haase an den Schirmherrn des Parlamentarischen Frühstücks, Wolfgang Hellmich, der die Gäste mit launigen Worten auf das Thema einstimmte. Viel Beifall für Hellmich gab es für ein Zitat aus dem Sauerland: „Ein Grußwort sollte nicht länger sein, als man auf einem Bein stehen kann!“

Es folgte der Vortrag des Inspekteurs, der eine Analyse über den Zustand der Deutscher Marine heute gab und einen Blick in die Zukunft wagte.
Er stieg ein mit einem Hinweis auf die überwiegend negative Presse in den letzten Monaten und setzte deutlich positive Zahlen entgegen. Die Marine, so Admiral Krause, verfüge zurzeit über 51 schwimmende Einheiten und 53 Flugzeuge/Hubschrauber. Davon waren am Tag vor dem Parlamentarischen Frühstück 17 Schiffe, darunter auch ein U-Boot, und somit ca. 1.600 Frauen und Männer der Marine zur Erprobung, Ausbildung und im Einsatz in See.
Angesprochen wurden die Trendwenden Personal, Material und Finanzen ebenso wie der Schrumpfungsprozess der Bundeswehr seit der Wiedervereinigung. Es gab nur eine Richtung, kleiner, weniger Haushaltmittel, gleichzeitig zusätzliche Aufgaben.

Das soll an dieser Stelle Information genug sein. Wenn Sie an vertiefenden Informationen interessiert sind, verweise ich auf Leinen los! 5/2018. Dort wird der Vortrag von Admiral Krause in voller Länge erscheinen. Das Schlusswort gehörte Atzpodien schilderte und dem Inspekteur für seinen fulminanten Vortrag dankte.

Text und Fotos: Werner Schiebert

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, der CEO Raytheon Int., John Harris, flankiert von den Gastgebern, Karl-Dietrich Haase und dem Präsidenten des DMB/Vorsitzenden der DMA, Heinz Maurus
Dr. Hans Christoph Atzpodien, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie
Neuer Besucherrekord beim Parlamentarischen Frühstück in Berlin. Der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses und Schirmherr des Parlamentarischen Frühstücks, Wolfgang Hellmich (MdB), bei seinem launigen Grußwort
Ministerialdirigent a.D. Karl-Dietrich Haase begrüßt in seiner Eigenschaft als Stv. Vorsitzender der DMA die Gäste

9. Parlamentarisches Frühstück in Berlin – September 2016

Wie China die Welt sieht – 9. Parlamentarisches Frühstück

Unter der Schirmherrschaft der Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer fand am 29. September das 9. Parlamentarische Frühstück in Berlin statt. Zusammen mit DMA-Stiftungsvorstand Karl-Dietrich Haase begrüßte Evers-Meyer in der Nähe des Brandenburger Tors eine Vielzahl maritim interessierter Abgeordneter und Gäste. Mit dem außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Volksrepublik China, S.E. Shi Mingde, konnte diesmal ein in vieler Hinsicht außergewöhnlicher Redner gewonnen werden.

Die Karriere als Diplomat in Deutschland wurde ihm beinahe in die Wiege gelegt. Sein Vorname „Mingde“ bedeutet so viel wie „tugendsam handeln“, das Schriftzeichen „de“ hat im Chinesischen auch die Bedeutung „deutsch“. Bereits mit neun Jahren besuchte er 1964 eine Fremdsprachenschule in Peking, die das Ziel hatte, eine neue Generation sprachkundiger Diplomaten auszubilden. Dort begann er mit dem Studium der deutschen Sprache. Als junger Mann intensivierte er von 1972 bis 1975 seine Deutschkenntnisse in Ostberlin. Für Europäer bemerkenswert ist der damals übliche Werdegang chinesischer Beamter des Außenministeriums, die nach ihrer Ausbildung „proletarische Ertüchtigung“ erfahren sollten und für elf Monate aufs Land geschickt wurden. In dieser Zeit widmete er sich der Schweinezucht.

Besonnen und in akzentfreiem Deutsch referierte Shi über die Gemeinsamkeiten der chinesischen und deutschen Wirtschaft und betonte, dass Innovationen und neue Technologien in China und Deutschland eine tragende Rolle spielten. „Gegenwärtig befinden sich die deutsch-chinesischen Beziehungen in ihrer vitalsten und ergebnisreichsten Phase. Zwischen beiden Ländern bestehen über 70 wichtige Kooperationsformate, wie die Regierungskonsultationen, der strategische Außen- und Sicherheitsdialog sowie der hochrangige Finanzdialog. Außer Deutschland haben wir nur mit großen Ländern wie den USA und Russland derart viele Kooperationsformate eingerichtet.

Der ganze Artikel als PDF

9. Parlamentarisches Frühstück der Deutschen Maritimen Akademie

7. Parlamentarisches Frühstück in Berlin – Februar 2016

Am 18. Feburar 2016 um 07:45 Uhr fand das 7. Parlamentarische Frühstück der Deutschen Maritimen Akademie in Berlin statt. Organisiert von der Deutschen Maritimen Akademie in zusammenarbeit mit dem Maritimen Industriezirkel Bonn-Berlin (MARINBO), unter der Schirmherrschaft von Herrn Wolfgang Hellmich, MdB, trug der Inspektuer der Marine, izeadmiral Andreas Krause, zu dem Thema „Marine – quo vadis“ vor.

v.l.: Claus Günther, Diehl Stiftung und Beiratsmitglied der DMA, MdB Wolfgang Hellmich (SPD), MdB Matthias Ilgen (SPD), Karl-Dietrich Haase, Vizeadmiral Andreas Krause, Andreas Burmester, Vorsitzender der Geschäftsführung von thyssenkrupp Marine Systems, Flottillenadmiral a.D. Wolfgang Kalähne, Karl Heid, Vorsitzender der DMA

Ansprache des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Hellmich,
sehr geehrter Herr Haase,
meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete,
meine sehr geehrten Kameraden,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
Freunde und Förderer unserer Marine!

Herzlichen Dank für die Einladung heute zum parlamentarischen Frühstück hier in die Hauptstadt nach Berlin und die Gelegenheit, Ihnen zu erläutern, wie ich die Marine für die Zukunft aufstellen möchte. Die Zeit ist knapp bemessen, deshalb möchte ich ohne Umschweife direkt in „medias res“ gehen.
Um zu wissen, welchen Kurs man steuern muss, ist zunächst eine möglichst genaue Standortbestimmung erforderlich. Deshalb möchte ich kurz die Entwicklung der Marine in den letzten 60 Jahren skizzieren.

Die erste Phase unserer Geschichte nach 1956 war geprägt vom Kalten Krieg. Die Bedrohung war damals sehr konkret. Unser Auftrag war die glaubwürdige, konventionelle Abschreckung gegen die Marinen des Warschauer Paktes im Nordatlantik sowie in Nord- und Ostsee. Bundesmarine und Volksmarine standen bereit, gegeneinander zu kämpfen.

Landes- und Bündnisverteidigung in einem quasi statischen System mit berechenbaren politischen und militärischen Akteuren haben unseren Alltag geprägt.

1990, am Ende dieser ersten Phase stand eine schlagkräftige und einsatzbereite Marine mit der Fähigkeit zum hochintensiven Kampf. Perestroika, Glasnost und die Wiedervereinigung Deutschlands markieren den Beginn der zweiten Phase mit gänzlich anderen Vorzeichen.

Mit dem Ende der Blockkonfrontation kam der konkrete Gegner abhanden. Wir waren von Freunden umzingelt. Die Ostsee wurde zum Meer des Friedens. Es folgte für die Deutsche Marine sehr schnell eine Serie neuartiger Einsätze mit dem Schwerpunkt auf Konfliktverhütung und Krisenbewältigung. Die Fähigkeit zum Kampf verlor an Relevanz. In einigen einzelnen Fähigkeitsbereichen, wie zum Beispiel der Ubootjagd, haben wir erhebliche Einbußen hinnehmen müssen. Landes- und Bündnisverteidigung traten eindeutig in den Hintergrund.

Von Politik und Gesellschaft wurde nachhaltig eine deutliche Friedensdividende eingefordert. Der Personalumfang der Marine schrumpfte von über 35.000 auf knapp über 16.000 Männer und Frauen. Der Schiffs- und Bootsbestand wurde auf weniger als ein Drittel reduziert.

Im Ergebnis sahen wir uns einer stetig steigenden Einsatzbelastung bei gleichzeitig chronischer Unterfinanzierung gegenüber. Die führte dazu, dass wir seit geraumer Zeit von unserer Substanz leben. Faktisch mussten wir immer „mehr“ mit immer „weniger“ leisten. Dies konnte uns nur gelingen, weil wir unser Material und – viel schlimmer – unser Personal dauerhaft überbelastet haben. 180 Abwesenheitstage und mehr; und das jedes Jahr als attraktiv zu verkaufen wird mit der Zeit schwierig.

Trotz allem: Es ist uns gelungen, eine ausgewogene Flotte mit breitem Fähigkeitsspektrum zu bewahren und – nicht zuletzt aufgrund hoch motivierten Personals – alle an uns gestellten Aufträge zu erfüllen. Heute stehen wir an der Schwelle einer neuen dritten Phase.

Die Erwartung einer dauerhaften und stabilen Friedensordnung in Europa und seinen Nachbarregionen hat sich nicht erfüllt. Das Thema Landes- und Bündnisverteidigung ist prominent zurück, und hat ebenso eine maritime Relevanz – nicht nur für die Ostsee – wie auch die wachsende Instabilität an den „nassen“, maritimen Grenzen Europas, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika.

Wir sehen staatliche Akteure, die sich nicht-konventioneller Methoden bedienen, aber auch umgekehrt, nichtstaatliche Akteure, die nach klassisch militärischen Grundsätzen vorgehen und militärische Hochtechnologie einsetzen.

Und nicht zuletzt schreitet die Globalisierung mit großem Tempo voran. Deutschlands Wirtschaftskraft profitiert davon in hohem Maße. Unsere Seehandelswege sind gleichzeitig die Achillesferse unseres wirtschaftlichen Erfolgs.

Angesichts dieser Lage müssen wir die künftigen Fähigkeiten der Marine an den folgenden drei Herausforderungen orientieren: Die Nordflanke des Bündnisses und für uns insbesondere der Ostseeraum erfordern unsere besondere Aufmerksamkeit, weil uns Russland in Nordosteuropa und im Nordatlantik seine wachsenden Fähigkeiten vor Augen führt. Gleichzeitig haben wir in den letzten 25 Jahren dem Ostseeraum als Meer des Friedens wenig Beachtung geschenkt. Die Ostsee als verbindende Trasse zu unseren östlichen Bündnispartnern in der NATO hat eine neue strategische Bedeutung gewonnen. Andererseits hat die Konzentration auf Krisenoperationen an der Peripherie Europas dazu geführt, dass die notwendigen Fähigkeiten für die Randmeerkriegführung – also Fähigkeiten auch für die Ostsee – im Bündnis überproportional abgebaut wurden. Die Südflanke der NATO ist weiterhin von großer Bedeutung. Krisen und Konflikte jenseits der Bündnisgrenzen wirken bis ins Zentrum Europas. Die Südflanke ist maritim durch das Mittelmeer geprägt. Dort liegen wichtige Seeverbindungslinien genauso wie die nasse Außengrenze von NATO und EU. Global richten wir den Blick über den Krisenbogen von Nordafrika über den Nahen und Mittleren Osten bis in den Indischen Ozean und darüber hinaus. Der Indische Ozean mit seinen strategischen Zugängen zu den asiatischen Märkten hat für uns dabei besondere Bedeutung. Zusammengefasst müssen unsere Anstrengungen also in drei Richtungen verlaufen: in den Nordflankenraum, mit zusätzlichem Fokus auf die Ostsee, in den Südflankenraum mit dem Mittelmeer und globale Kenntnis und angemessene Präsenz mit Schwerpunkt im Indischen Ozean.

Die Herausforderung ist also, dass die Marine heute auf Anforderungen – sowohl geografisch als auch fähigkeitsbezogen – im gesamten möglichen Einsatzspektrum vorbereitet sein muss: Die Fähigkeit zur Landes- und Bündnisverteidigung steht gleichrangig neben der Fähigkeit zu Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie den Aufgaben der letzten 25 Jahre.

7. Parlamentarisches Frühstück in Berlin

Meine Damen und Herren,
Die heutigen Rahmenbedingungen sind komplex, in Teilen unübersichtlich und von vielfältigen krisenhaften Entwicklungen geprägt. Sie sind in politischer, gesellschaftlicher und technologischer Hinsicht hoch dynamisch.

Keine Nation ist heute in der Lage, diesen Herausforderungen allein zu begegnen. Multinationale Kooperation wird zum Imperativ!
Wir brauchen ein globales System zur Wahrung maritimer Sicherheit. Strategischen Partnerschaften kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Wir brauchen Partner, die zur Übernahme regionaler Verantwortung bereit und befähigt sind.

Die Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung schlägt genau in diese Kerbe. Indem sie Mittel bereitstellt, erlaubt die Initiative, zielgerichtet maritime Fähigkeiten dort aufzubauen, wo Lücken bestehen, und trägt so zu regionaler Sicherheit bei.

Wir als Marine unterstützen durch Präsenz, Beratung und Ausbildung. Als größte Marine im Ostseeraum haben wir hier eine besondere Verantwortung. Das gilt für die Landes- und Bündnisverteidigung genauso wie für die Maritime Sicherheit.

Deshalb unsere im letzten Jahr gestartete Initiative zur Baltic Commanders Conference als Impuls einer vertieften multinationalen Kooperation in der Ostsee. Wir werden diesen Dialog im kommenden Monat fortsetzen.

Als Deutsche Marine wollen und können wir – ganz im Sinne des Framework Nations Concept – Anlehnung bieten. Wir werden unsere Ausbildungen vernetzen und wieder vermehrt hochwertige maritime Fähigkeiten im Rahmen von multinationalen Übungen in die Ostsee bringen. Und wir werden Funktionalitäten unseres Maritime Operations Centre für eine Multinationalisierung anbieten, um Operationen im Ostseeraum gemeinsam führen zu können.

Im Gegenzug suchen wir die Unterstützung unserer Partner, dort wo wir nicht über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen. Beispiele dafür sind die gesicherte militärische Seeverlegefähigkeit und die Fähigkeit zu amphibischen Operationen. Hier gehen wir mit der niederländischen Marine einen neuen Weg. Einen richtigen und wichtigen Weg. Denn die Zusammenarbeit zwischen Corps Mariniers und unserem Seebataillon sowie die gemeinsame Nutzung des niederländischen Mehrzweckversorgungsschiffes KAREL DOORMANN sind mehr als eine simple Kooperation. Sie sind für uns ganz konkret der Aufbau neuer Fähigkeiten im Bereich Amphibik. Und wir werden der politischen Erklärung der Ministerinnen schnell Taten folgen lassen: Mitte März wird die KAREL DOORMANN nach Eckernförde kommen, dort Gefechtsfahrzeuge und Personal des Seebataillons aufnehmen. Im Juni wird eine gesamte Kompanie des Seebataillon auf dem niederländischen Schiff Johann de Witt eingeschifft und gemeinsam mit niederländischen Soldaten im Rahmen des großen maritimen NATO-Manövers BALTOPS trainieren Mittelfristig ist es unser Ziel, bereits 2017 gemeinsam an einer großen amphibischen Übung teilzunehmen und so schnellstmöglich die Interoperabilität zwischen beiden Verbänden zu erreichen und Expertise auszutauschen.

Und meine Damen und Herren, erlauben Sie mir in diesem Zusammenhang einen kurzen Exkurs: Dieses Beispiel ist beileibe nicht der erste Erfolg Internationaler Kooperation. Von Anfang an unterstellen wir regelmäßig unsere Schiffe der NATO. Mehr noch: Mit der multinationalen Ausbildung beim britischen Flug Officer Sei Training in Portsmouth bekommen unsere Schiffe den letzten Schliff. Ihre Zertifizierung zur vollen Einsatzfähigkeit wird dort erteilt. Ähnliches gilt für unsere Minensucher, sie werden im belgischen Ostende zertifiziert.

Am Ausbildungszentrum Uboote in Eckernförde qualifizieren wir nicht nur unseren Nachwuchs für Ubootkommandanten, sondern auch viele Nationen weltweit entsenden ihre künftigen Kommandanten nach Deutschland. Diese Ausbildung ist als so hochwertig anerkannt, dass ein französischer Offizier auf der Basis dieser bestandenen Ausbildung, ohne weitere nationale Prüfung in Frankreich, als Kommandant eines Atom-Ubootes eingesetzt wurde.
Im letzten Jahr führte ein niederländischer Stabsoffizier einen der ständigen Minenabwehrverbände der NATO von Bord eines deutschen Tenders. Im zweiten Halbjahr diesen Jahres wird es ein estnischer Offizier sein, der von der WERRA aus den Verband führt.

Die polnische Marine plant derzeit ihre Uboote aus dem Maritimen Operationszentrum in Glücksburg gemeinsam mit uns zu führen.
Diese Reihe an Beispielen ließe sich fast beliebig fortführen, denn Multinationalität ist unserer Marine quasi in die Wiege gelegt, es ist unser Markenzeichen.

Internationale Kooperation ist jedoch kein Selbstzweck. Wie die Zusammenarbeit mit der niederländischen Marine zeigt, dient sie der Abrundung unseres nationalen Fähigkeitsprofils. Wenn wir allerdings weiterhin Kooperation gestalten und auch Anlehnung bieten können wollen, dann müssen wir substantielle, qualitativ hochwertige maritime Fähigkeiten einbringen können. Nur dann sind wir für Kooperationspartner attraktiv. Hier sind wir mit unserer ausgewogenen Flotte und ihrer Fähigkeit zur dreidimensionalen Seekriegführung gut aufgestellt.

Das beweist auch das jüngste Beispiel. Die Entsendung der Fregatte AUGSBURG als Begleitschutz für den französischen Flugzeugträger CHARLES DE GAULLE im Persischen Golf. Hier waren wir nur deshalb in der Lage, sehr kurzfristig ein Schiff zu entsenden, weil wir bei allen Diskontinuitäten der letzten Jahre an unserer Ausbildung zum hochintensiven Kampf stets festgehalten haben. Nur, weil das Schiff die höchste Einsatzausbildung absolviert hatte, konnten wir es statt in die Operation SOPHIA verzugslos in diesen Einsatz schicken. Statt eines Einsatzes niedriger Intensität in einen Einsatz hoher Intensität.
Die dazu erforderlichen personellen und materiellen Maßnahmen, wie z.B. die Einschiffung von 2 Bordhubschraubern und das Anbordnehmen benötigter Munition, wurde innerhalb eines Wochenendes auf Kreta durchgeführt.

Dieses Beispiel zeigt: Das Festhalten an der Fähigkeit zum hochintensiven Gefecht, über Wasser, unter Wasser und gegen Luftbedrohung ermöglicht es für alle Einsatzoptionen vorbereitet zu sein. Das ist unser Maßstab! Wenn wir das können, dann können wir auch weniger intensive Operationen abdecken. Es geht aber nur in dieser Richtung und nicht anders herum. Ich spreche in diesem Zusammenhang gern von Abwärtskompatabilität. Für die Zukunft kommt es mir darauf an, dass wir uns weiterentwickeln und unser Portfolio durch neue Fähigkeiten ergänzen. Sei es durch multinationale Kooperationen oder eigenständig. Wir modernisieren die Marine, um sie zukunftsfähig und flexibel für neue sicherheitspolitische Entwicklungen zu machen.

Flexibilität ist dabei eine Kernforderung an die Marine und unterstreicht ihren Wert. Und in der Tat haben die letzten zwei Jahre genau dies bewiesen: Mit der zum Teil sehr kurzfristigen Beteiligung an den Operationen zur Vernichtung syrischer Chemiewaffen, der EU-geführten Operation SOPHIA und der Beteiligung an COUNTER DAESH haben wir als Deutsche Marine unsere Relevanz unterstrichen. Allerdings werden wir diesen Standard nur halten können, wenn es wieder gelingt, Reserven zu bilden. Und in den letzten 25 Jahren konnten wir dies nur auf Kosten des Personals, auf Kosten des Materials und mit viel Kreativität leisten. Unsere Besatzungen haben wir lange, zum Teil viel zu lange Abwesenheitszeiten zugemutet. Unsere Schiffe – beispielsweise die Fregatten der Klasse 122 – haben wir viel länger in Dienst gehalten als je geplant. Der Not gehorchend haben wir mit viel Kreativität die aus finanziellen Gründen unzureichende, zum Teil ganz aufgegebene Ersatzteilbevorratung zu kompensieren versucht.

Das hat alles mehr oder weniger gut funktioniert: Weil unsere Besatzungen trotz allem motiviert und professionell alle Aufträge angenommen und erledigt haben – so gut, dass wir uns im internationalen Vergleich nicht zu verstecken brauchen.

Weil wir von der Industrie gutes, robustes Material erhalten. Der vor 26 Jahren in Dienst gestellten Fregatte AUGSBURG sieht man ihr Alter wahrlich nicht an.
Und weil all unsere Anstrengungen der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung galten.

So können wir vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Lage allerdings nicht weiter machen. Wir operieren heute am Limit.
Reserven sind letztlich auch eine Frage der Anzahl der Schiffe, Boote und Luftfahrzeuge der Marine.

Bevor wir jedoch die Frage nach der Anzahl von schwimmenden Einheiten für die Marine nochmals überdenken, werden wir zunächst die Verfügbarkeit der vorhandenen Einheiten optimieren. Und das tun wir – wiederum mit Mut und Kreativität.

Eine Möglichkeit dazu sind Mehrbesatzungskonzept, Intensivnutzung und Einsatzausbildungszentren. Sie sind der richtige Weg in die Zukunft. Mit der Fregatte 125 gehen wir erstmalig diesen Weg.

Denn durch die Verlagerung von Ausbildungsabschnitten in Einsatzausbildungszentren vor Ort an Land stehen die Schiffe parallel für Einsätze zur Verfügung. Die Zentren bieten eine moderne, unter Nutzung von Simulationstechnologie attraktive Ausbildung und sie entlasten die für den Einsatz dringend erforderlichen Schiffe und Boote von Aufgaben der Ausbildung. Darüber hinaus bieten sie vielfältige Möglichkeiten der dringend notwendigen Vernetzung zur streitkräftegemeinsamen und multinationalen Ausbildung.

Gleichzeitig gelingt es uns, mit der Intensivnutzung rechnerisch den Verfügungsbestand in unserer Flotte zu erhöhen. Denn die Intensivnutzung verlängert die Stehzeit der Schiffe im Einsatzgebiet. Bei gleicher Anzahl der Schiffe gelingt es also, Flexibilität zu erhöhen und zusätzliche Einsätze parallel durchführen zu können.

Intensivnutzung erfordert jedoch gleichzeitig ein Mehrbesatzungskonzept. Denn es gilt, die Abwesenheitsbelastung unserer Besatzungen zu begrenzen, die Planbarkeit zu erhöhen und so einen wesentlichen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Dienst und Familie zu leisten.

Das hilft uns hoffentlich auch bei der Personalgewinnung und Personalbindung. Wir haben zwar derzeit kein allgemeines Problem mit den Bewerberzahlen. Allerdings gelingt es heute schon nicht, in allen Bereichen den Personalbedarf zu decken. Das gilt insbesondere für Elektrotechnik, Elektronik und Informatik.

Neue Werbestrategien und -kampagnen dagegen zu setzen, ist richtig und gut. Auch das Artikelgesetz, die Agenda Attraktivität und die Soldatenarbeitszeitverordnung kommen zum richtigen Zeitpunkt und werden konsequent umgesetzt. Trotzdem, dies alles wird nicht ausreichen.
Der Schlüssel zum Erfolg ist das Binden unseres Personals und das Erschließen neuer Potenziale junger Menschen, die in unserer Marine dienen wollen.
Warum also nicht unser Eignungsfeststellungsverfahren in ein Verfahren zur Potenzialfeststellung wandeln, um die fehlenden Fähigkeiten dann in der Marine auszubilden?

Für die Personalbindung wollen wir den Berufssoldaten für Mannschaften und Unteroffiziere ohne Portepee einführen, die besonderen Altersgrenzen für Berufssoldaten anpassen oder aufheben, die Mitnahme von Pensionsansprüchen beim Wechsel zu einem zivilen Arbeitgeber ermöglichen und die Lebensarbeitszeit flexibilisieren. Doch dies bedarf Ihrer Unterstützung, meine Damen und Herren Abgeordnete. Denn dazu müssen bestehende Gesetze teilweise angepasst werden.

Die konsequente Trennung von Schiff und Besatzung sowie die Verlagerung der Ausbildung an Land steigern jedoch nicht nur die Attraktivität. Alles zusammen erhöht noch dazu die Verfügbarkeit der Schiffe und Boote.

Doch allein das Erhöhen der Verfügbarkeit unserer Einheiten wird nicht ausreichen, weil der überproportionale Abbau von Schiffen und Booten in der NATO nach 1990 den heutigen sicherheitspolitischen Erfordernissen nicht mehr gerecht wird.

Mit Blick auf die Ostsee und die vielfältigen Fähigkeitsanforderungen im Randmeer müssen wir noch einmal über die Anzahl der Schiffe und Boote nachdenken. Dabei gilt es für die Deutsche Marine, nicht nur rein nationale Fähigkeitsforderungen zu betrachten, sondern diese mit unseren Bündnispartnern abzustimmen und Defizite im maritimen Fähigkeitsverbund gemeinsam zu schließen.

Damit meine ich nicht nur die in multinationaler Rüstungskooperation von mehreren Nationen gleichzeitig beschlossene Beschaffung oder eine darauf aufbauende gemeinsame Ausbildung. Sondern zusätzlich die Integration in einen multinationalen Verband. Ein solcher Dreiklang von multinationaler Beschaffung, Ausbildung und Einsatz wäre ein weiterer, ein mutiger Schritt auf dem Weg zu einer europäischen Marine.

Damit bin ich beim Thema Material.
Auch hier wollen wir effizienter werden. Wir müssen an allen Stellschrauben für eine bessere materielle Einsatzbereitschaft drehen, damit Schiffe, Boote und Luftfahrzeuge für Einsätze überhaupt verfügbar sind.

Dazu gehört eine äußerst sorgfältige Abstimmung von Außerdienststellung alter und Zulauf neuer Schiffe, Boote und Luftfahrzeuge.
Weder kann sich die Deutsche Marine aus operativer Sicht eine Verzögerung erlauben, noch aus organisatorischer und personeller Sicht einen anhaltenden Parallelbetrieb leisten.

Wir haben deswegen, in Abstimmung mit dem BMVg, den strategischen Dialog zwischen wehrtechnischer Industrie, dem Planungsamt der Bundeswehr und dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung angestoßen, um die Berücksichtigung der Interessen der Marine zu verbessern. Die in den letzten 25 Jahren eingeforderte Friedensdividende hat dazu geführt, dass wir Schiffe und Boote ohne eine notwendige Bevorratung erforderlicher Ersatzteile in Dienst stellen mussten. Nicht akzeptable Verzögerungen bei Wartung und Instandsetzung sind die Folge. Der „gesteuerte Ausbau“ ist zur täglichen Routine geworden und führt zum Leben von der Substanz. Genau dieses Spannungsfeld zwischen jahrelanger Unterfinanzierung und notwendiger Ausstattung wird vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage unmissverständlich deutlich.

Meine Damen und Herren!
Lassen Sie mich kurz zusammenfassen:
Wir stehen am Anfang einer neuen Ära, einer dritten Phase der Geschichte unserer deutschen Marine.
Wir sehen uns heute komplexen Bedrohungen und Herausforderungen an verschiedenen Flanken des Bündnisgebiets ausgesetzt:
im Norden, im Süden und einem globalen Kontext.

Landes- und Bündnisverteidigung stehen gleichberechtigt neben Einsätzen zur internationalen Konfliktverhütung und Krisenbewältigung.
Maritime Sicherheit gewinnt weltweit an Bedeutung.

Besonders der Indische Ozean mit seinen strategischen Seehandelswegen von Europa nach Asien ist von erheblicher Relevanz.
Die Marine leistet einen bemerkenswerten Beitrag zum Erhalt von Frieden, Sicherheit und Stabilität. Wir stehen zurzeit in fünf Einsätzen parallel. Zusätzlich beteiligen wir uns an den ständigen maritimen NATO-Verbänden, die es zu revitalisieren gilt. Denn sie beherrschen das „high end“ und sind der maritime Beitrag zu den ersten Kräften der NATO Response Force. Diese Aufgabe ist wichtig, weil wir damit unsere Bündnissolidarität beweisen und unser Gewicht im Bündnis unterstreichen. Außerdem übernehmen die ständigen maritimen NATO-Verbände durchaus und immer wieder Einsatzaufgaben.

Trotz all dieser Herausforderungen – allem Sturm, der uns entgegen weht, erfüllen wir tagtäglich unseren Auftrag. Und das werden wir auch zukünftig tun.
Aber: Eine Trendwende ist geboten. Noch haben wir gerade genügend Substanz, um in einem überschaubaren Zeitraum unsere Marine passend für die strategische Lage zu rüsten.

Mit der Forderung nach einer aufgabenorientierten Ausstattung und Ausrüstung für die Bundeswehr ist diese Trendwende eingeleitet. Wir sind damit auf dem richtigen Weg, die durch die Friedensdividende entstandenen Defizite auszugleichen. Die Initiative, in den nächsten 15 Jahren insgesamt
130 Milliarden Euro für die aufgabengerechte Ausstattung vorzusehen und damit den investiven Anteil des Verteidigungsetats auf 20% anzuheben, ist dringend notwendig.

Wir werden damit allerdings die Herausforderungen nicht von heute auf morgen in einem Sprint lösen können. Vielmehr müssen wir uns auf einen langen Prozess einstellen, der die nächsten 15 bis 20 Jahre andauern wird – einen Marathon, der von uns allen Ausdauer und Durchhaltewillen fordert.
Gemeinsam wird uns die Trendwende gelingen. Denn der heutige Zustand der Marine bietet eine gute Ausgangslage, da es uns gelungen ist, eine ausgewogene Flotte mit breitem Fähigkeitsspektrum zu bewahren.

Jetzt kommt es darauf an, dass wir die richtigen Schlüsse aus der sicherheitspolitischen Lage ziehen und auch über die dementsprechend angemessene Anzahl der Schiffe, Boote und Luftfahrzeuge der Marine nachdenken. Dafür möchte ich um Ihre Unterstützung werben. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Fotos: Willi Leitner

Parlamentarisches Frühstück in Berlin – Oktober 2015

Marine und Fischerei
Unter der Schirmherrschaft von DMB-Mitglied Ingo Gädechens, MdB, begrüßte die Deutsche Maritime Akademie am 1. Oktober 2015 bei einem Parlamentarischen Frühstück in Berlin den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt. Zwanzig Abgeordnete waren unter den Gästen im voll besetzten Hopfingerbräu, um seinem Vortrag zum Thema „Fischerei und Marine“ zu folgen.

Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier der Redetext:
Fischerei und Marine – auf den ersten Blick haben beide Berufszweige wenig miteinander zu tun. Doch es gibt mehr Berührungspunkte, als wir denken. Der Beruf des Fischers ist mit Sicherheit einer der ältesten der Welt. Ohne die Fischerei würde es die Marine nicht geben. Denn die Nahrungsbeschaffung war der früheste Anlass zum Wagnis Schifffahrt. Allerdings nimmt die Anzahl der aktiven Fischer in Deutschland immer mehr ab. Doch die Fischerei ist und bleibt nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftszweig für unser Land. Sie ist traditioneller Bestandteil von Wirtschaft und Kultur und das nicht nur an der Küste, sondern auch an Flüssen, Seen und Teichen in ländlichen Räumen.

v.l.: Claus Günther (Diehl Defense Holding GmbH), Mitglied des Beirates der DMA, Ingo Gädechens, Karl-Dietrich Haase, Christian Schmidt und Karl Heid

Parlamentarisches Frühstück in Berlin – Februar 2015

Am 26. Februar richtete die DMA im Hopfingerbräu im Palais, direkt am Brandenburger Tor, ein weiteres Mal ein Parlamentarisches Frühstück aus. Geplant war, dass der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, über „Fischerei und Marine“ sprechen sollte. Schirmherr dieser schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung war unser Mitglied Ingo Gädechens, MdB. Aber es kam alles ganz anders.

Sehr kurzfristig wurden Sondersitzungen zum Thema „Griechenland“ angesetzt, die es sowohl dem Minister als auch rund 20 Parlamentariern unmöglich machte, am Frühstück teilzunehmen. Eine Grippewelle sorgte dafür, dass zahlreiche andere Gäste ebenfalls absagen mussten. Der Organisator in Berlin, Ministerialdirigent a.D. und Vorstandsmitglied der DMA, Karl-Dietrich Haase, zeigte jedoch Flexibilität und bei der Begrüßung der Gäste eine gehörige Portion Humor.

Es ging ein herzliches Willkommen an die Ehrengäste, für die hier stellvertretend der Oberbürgermeister der Marinestadt Wilhelmshaven, Andreas Wagner, genannt werden soll. Für Minister Schmidt sprang der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Hellmut Königshaus als Vortragender ein. Trotz ebenfalls angeschlagener Gesundheit zog Königshaus die Zuhörer in seinen Bann. Er präsentierte einen Rückblick auf seine fast fünfjährige Amtszeit, einen Blick in die Zukunft und eine ungeschminkte Analyse der Lage in der Bundeswehr, die im Publikum auf deutliches Interesse stieß. Nach einem launigen Schlusswort von Vizeadmiral Heinrich Lange, der u.a. aus seiner Jugend an Bord eines Fischkutters während des Kabeljaukrieges vor Island berichtete, sprach Stiftungs-Vorstand Karl Heid dem Organisator Karl-Dietrich Haase, für die intensive Vorbereitung und das gelungene Treffen in der Hauptstadt ein besonders Lob aus. Ein herzliches Dankeschön gilt der Strategieberatungsfirma Concilius AG, durch deren großzügige Spende dieses Frühstück erst möglich gemacht wurde.

Chorleiterseminar in Laboe

In Bad Hersfeld kennt man den studierten Diplom-Kaufmann und -Handelslehrer als stimmgewaltigen Sänger des Shantychores der Marinekameradschaft 1920 Bad Hersfeld e.V., der gleichzeitig dem Vorstand des Vereins angehört. Ralf Haimerl ist ehrgeizig, und so hat der gebürtige Frankfurter vor kurzem am Chorleiterseminar der Deutschen Maritimen Akademie (DMA) des Deutschen Marinebundes (DMB) in Laboe teilgenommen. Zu den Seminarinhalten zählten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Internet und Soziale Medien sowie Vereinsrecht.

Fregattenkapitän Szepansky referierte über die Geschichte der Militämusik. In der anschließenden Diskussion kam dem Marketingexperten Haimerl die Erkenntnis, dass das „Shanghaien“ alleine nicht mehr ausreicht, um neue Musiker für den Shantychor zu gewinnen. Gesucht werden nämlich nicht nur Sänger und Musiker, die Töne treffen und Instrumente beherrschen, sondern die sich darüber hinaus auch kameradschaftlich in die Chöre einfügen – Frauen und Männer gleichermaßen.

Während des Seminars waren die Teilnehmer im Hotel ADMIRAL SCHEER in Laboe untergebracht und besuchten selbstverständlich das Marine-Ehrenmal und das Technische Museum U 995. Einen solchen Besuch empfiehlt Haimerl vor allem der Jugend.

Die im Rahmen des Seminars erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten möchte Haimerl in einem gemischten Chor zur Anwendung bringen, der in ganz Europa unterwegs ist – denn Mobilität ist in der Unterhaltungsbranche eine wesentliche Voraussetzung zum Erfolg.

Text und Foto: Ralf Haimerl, Marinekameradschaft 1920 Bad Hersfeld e.V.

Ralf Haimerl war beim diesjährigen Chorleiterseminar in Laboe dabei und hat viel für sich mitgenommen. Foto: Ralf Haimerl

Pressearbeit kann man lernen – Seminar „Praktische Pressearbeit“ in Laboe

Viele Aufgaben eines Pressereferenten in einer Marinekameradschaft ergeben sich oft von ganz allein: hier eine Pressemitteilung schreiben, dort zwei Fragen von Journalisten beantworten, ein Interview vereinbaren. Doch schnell merken Einsteiger, dass sie ihrem Geschäft hinterher rennen und dass sie weder zum Gestalten kommen noch einen roten Faden in ihrer eigenen Arbeit finden.

Das muss keineswegs so sein! Und Abhilfe ist oft einfacher, als sie einem mitten im Geschehen erscheint. Das Workshop-Seminar „Praktische Pressearbeit“ zu der die Deutsche Maritime Akademie Mitglieder des Deutschen Marinebundes (DMB) eingeladen hatte, bot Abhilfe. Inhaltlich wurde das Seminar durch die Redaktion der DMB Verbandszeitschrift „Leinen Los!“ bereedert. Mittels Vorträgen und Übungen wurden die Workshop-Teilnehmer in die Lage versetzt, Kontakte zu Medien herzustellen, Pressemitteilungen für die Lokal- und Regionalpresse erfolgreich zu verfassen sowie Meldungen und Artikel für die DMB Verbandspublikationen „Leinen Los!“ und den Internetauftritt „DMB aktuell“ zu erstellen. Thematisch wurden auch das zielgerichtete Anfertigen von Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit und der Stellenwert der „neuen Medien“ behandelt.

Gruppenaustausch und Diskussionen sind ebenfalls Bestandteile des Seminars. Viele Hinweise und kleine Kniffe versetzen die Teilnehmer in die Lage, zukünftig Pressearbeit inhaltlich und organisatorisch aktiv zu gestalten und Texte professionell zu schreiben. Das Seminar leitete Werner Schiebert, DMB-Vizepräsident und Chefredakteur der „Leinen Los!“. Weitere Referenten waren Matthias Faermann, Stellvertretender Chefredakteur „Leinen Los!“, Jana Tresp, DMB-Medienassistentin und Frank Behling Redakteur Kieler Nachrichten, zuständig für Schifffahrt, Feuerwehr und Polizei.

Hier noch ein Merksatz für alle Pressereferenten: „Wenn du mit der Presse sprichst, denk daran, dass sie immer das letzte Wort hat.“

Text: Kurt-Ewald Finke

Die Teilnehmer des diesjährigen Presseseminars vor dem Eingang zum Turm des Marine-Ehrenmals in Laboe. Foto: DMB/Matthias Faermann

Pressearbeit kann man lernen – Wochenendseminar in Laboe

Wie schaffe ich mir Zugang zur Lokalpresse? Wie verfasse ich eine Pressemitteilung? Wo liegen die Tücken, wenn meine Fotos veröffentlicht werden sollen? Auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Teilnehmer des Seminars „Praktische Pressearbeit“ Antworten. Das Seminar wurde von der Deutschen Maritimen Akademie (DMA), dem Bildungswerk des DMB im DMB-eigenen Hotel ADMIRAL SCHEER in Laboe veranstaltet.

22 Teilnehmer aus 18 Vereinen und Kameradschaften des DMB kamen hier zusammen, um am ersten Februar-Wochenende zu erlernen und üben, Pressemitteilungen für die Lokal- und Regionalpresse erfolgreich zu verfassen sowie Meldungen und Artikel für verbandsinterne Publikationen zu erstellen. Thematisiert wurden das zielgerichtete Anfertigen von Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit und der Stellenwert der „neuen Medien“. Abgerundet wurde das Seminar durch Informationen über die Arbeit des Presse- und Informationszentrums der Marine.

Ein Verein, der Interesse an neuen Mitgliedern hat, muss aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Es ist zeitintensiv und kostet viel Geduld und Mühe, in seiner Gemeinde bekannt zu werden und ein positives Bild von seinem Verein zu erzeugen. Hingegen geht es sehr schnell, seinen Ruf zu ruinieren. Die größten Anstrengungen, zum Beispiel in der Jugendarbeit, sind sinnlos, wenn die Öffentlichkeit nichts davon erfährt. Es kommt kaum jemand zu Tagen der offenen Tür, wenn der Termin nicht in der Presse angekündigt wird. Allgemeine Informationen, Terminvorschau und Berichte über Veranstaltungen sind typische Fälle der Pressearbeit. Doch diese müssen erst einmal den Weg in die Medien, vor allem in die Lokalzeitung, finden. Werner Schiebert, DMB-Vizepräsident und Chefredakteur von „Leinen los! (LL)“ begrüßte die Seminarteilnehmer, beschrieb den Sinn und Zweck eines Verbandsmagazins und schilderte das Konzept sowie die Schwerpunkte von LL. Im Anschluss trug Fregattenkapitän Frank Martin vom Presse- und Informationszentrum (PIZ) der Marine zur Pressearbeit der Marine vor und gab Hinweise, wie und wo man aktuelle Informationen der Marine erhalten kann. Interessant für die Teilnehmer war besonders, wie sie das PIZ nutzen und mit ihm in Kontakt kommen können. Frank Martin

Nach kurzer Pause ging es zum eigentlichen Thema. Der stellvertretende Chefredakteur von LL, Matthias Faermann behandelte das Verfassen von Pressemitteilungen (PM). Schritt für Schritt wurden die Seminarteilnehmer an die PM herangeführt. „Zuerst hat man sich Gedanken zu machen, wen man erreichen und was man mitteilen möchte“, so Faermann.

Dann wird die PM inhaltlich strukturiert, dabei darf man die „magischen sechs W“ nicht aus den Augen verlieren: Wer – Was – Wo – Wie – Wann – Warum. Und schließlich geht es zum Ausformulieren. Hier gilt es klare Grundsätze zu befolgen, will man nicht riskieren, dass die eigene PM gleich im Papierkorb landet. So ist z.B. der Umfang zu beachten: je kürzer, desto besser. Auch sollte man nicht in der „ich“- und „wir“-Form schreiben und sich vor Abkürzungen hüten. Dass der Verfasser einer PM bei Namen immer den Vornamen mit ausschreiben soll und auch möglichst das jeweilige Alter mit angibt, war den meisten nicht bekannt.

Diese und noch viele weitere Regeln übten die Seminarteilnehmer anhand von selbstverfassten Texten. Der Humor kam bei den Beispielen auch nicht zu kurz. Am Abend wurden die Seminarthemen bei einem Glas Bier weiter vertieft. Am nächsten Tag ging es nach dem gemeinsamen Frühstück sogleich weiter. Matthias Faermann behandelte die „Kunst“ des Pressefotos Die Chance, eine PM zu veröffentlichen, ist deutlich höher, wenn ein Foto angefügt ist. Zudem erzielt sie eine erheblich bessere Wirkung, da eine Zeitungsmeldung mit Bildern eher gelesen wird. Auch bei einem Foto gibt es vieles zu bedenken. Wie beim Text hat man sich Gedanken zu machen, was man aussagen möchte und welches Bild vermittelt werden soll. Oberstes Gebot: das Foto muss technisch hohen Anforderungen entsprechen. Es muss durchgehend scharf sein und die Belichtung muss stimmen, sonst ist es zum Abdruck nicht geeignet. Allein darin ist schon zu erkennen, dass ein schneller Schnappschuss als Pressebild ungeeignet ist. Faermann gab zahlreiche Hilfestellungen, wie ein Bild gelingen kann. So ist z.B. bei Innenaufnahmen immer der Blitz zu nutzen, bei schlechten Lichtverhältnissen kommt auch ein Stativ in Frage. Und die alten Fotoweisheiten wie „in die Kamera schauen“ und „lächeln“ haben immer noch ihre Gültigkeit. Anhand vieler Beispiele wurde über Komposition und Technik von Pressefotos diskutiert. Dabei fiel auf, dass auch eine „Anzugkontrolle“ vor dem Ablichten einer Person durchaus zweckmäßig sein kann.

Es folgte Frank Behling, Redakteur bei den „Kieler Nachrichten“ und Mitarbeiter bei LL. Er trug zu den Themen „PM“ und „Foto“ aus der Sicht eines Zeitungsredakteurs vor. Seine Kernfrage lautete: „Wie erreiche ich Aufmerksamkeit in (und bei) den Medien.“ Er gab wertvolle Tipps, wie und vor allem wann man am besten Kontakt zum zuständigen Redakteur seiner Tageszeitung bekommt.

So sollte man nie nachmittags bei der Zeitung anrufen, da dann mit Hochdruck an den Artikeln geschrieben wird. Ohnehin ist es nicht hilfreich, einen Journalisten mit dem Wunsch nach einer Veröffentlichung zu „überfallen“. Behling betonte: „Es ist wichtig, dass man eine langfristige Verbindung herstellt und Vertrauen schafft.“

Bei einem Rundgang durch das Marine-Ehrenmal konnte nochmals frische Luft „getankt“ werden. Dann hielt Alexander Hub, der stellvertretende Bundesgeschäftsführer des DMB den abschließenden Vortrag über die neuen Medien, wie Internet-Auftritte und Facebook. Er überraschte mit Informationen, wie etwa der Tatsache, dass der DMB auf seiner Facebook-Seite weit über 6.000 sogenannte „Fans“ hat, davon mehr als Hälfte in der für die Nachwuchswerbung des DMB interessanten Altersgruppe von 18 bis 44 Jahren, und pro Woche über 30.000 Personen erreicht.

„Wer an neuen Mitgliedern interessiert ist, der kommt um einen ansprechenden Internetauftritt nicht herum“, so Hub. Die Bundesgeschäftsstelle kann dabei erhebliche Hilfestellung bis hin zu einer bezahlbaren Homepage leisten. Hub zeigte, wie die neue Internetpräsenz des DMB in wenigen Wochen aussehen wird. Sie wird dann auch auf mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones optimal dargestellt, das Zurechtfinden auf den Seiten wird deutlich erleichtert.

Am Ende des Seminars waren sich alle einig, dass sich die Teilnahme gelohnt hat. „Ich hätte nicht gedacht, was man alles bedenken muss und wo man im Umgang mit der Presse Fehler begehen kann. Aber dank des Seminars habe ich nun eine ‚Gebrauchsanweisung‘ für die Pressearbeit an die Hand bekommen“, so das Fazit eines Teilnehmers in der Abschlussrunde. Das Seminar wird im nächsten Jahr wieder von der DMA angeboten werden, nähere Informationen erscheinen rechtzeitig in „Leinen los!“. Die Redaktion unterstützt die Kameradschaften und Vereine währenddessen bei Fragen zur Pressearbeit. Ein Merkblatt zum Erstellen von Pressemitteilungen ist auf Anfrage erhältlich.

Text: Matthias Faermann

EU sieht Innovation im Meeresbereich als Chance für nachhaltiges Wachstum

Zwei Drittel unserer Erdoberfläche sind von Meeren bedeckt. Wenn wir sie verantwortungsbewusst bewirtschaften, können sie als Quelle von Lebensmitteln, Arzneistoffen und Energie dienen, und die Ökosysteme können für künftige Generationen bewahrt werden. Damit dies möglich wird, müssen wir aber die Kenntnisse über unsere Meere verbessern. Deshalb hat die Kommission heute einen Aktionsplan zur Innovation in der „blauen Wirtschaft“ vorgelegt, um dazu beizutragen, dass die Meere nachhaltig genutzt und Wachstum und Beschäftigung in Europa gefördert werden.

Hierzu erklärte Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei: „Heute schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Europäer und Europäerinnen von morgen über die Kenntnisse und Qualifikationen verfügen, die nötig sind, um die Meere besser zu bewirtschaften, ihren Nutzen in vollem Umfang zu erschließen und gleichzeitig das Gleichgewicht der marinen Ökosysteme zu bewahren. So wird unsere Initiative zur digitalen Kartierung des gesamten Bodens der europäischen Meeresgebiete mehr Planungssicherheit für die Investitionen der Unternehmen schaffen, Kosten senken und Impulse für weitere Innovationen zum nachhaltigen Wachstum der blauen Wirtschaft geben.“

Dabei sind nach Auffassung der Kommission eine Reihe von Hindernissen zu überwinden: Unsere Kenntnis der Meere ist immer noch begrenzt, die Meeresforschung der einzelnen Mitgliedstaaten ist nicht miteinander vernetzt, und außerdem sind künftig mehr Ingenieure und Wissenschaftler erforderlich, die die neuen Technologien in der Meeresumwelt anwenden können.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung und Innovation, erklärte: „Wir wissen wahrscheinlich mehr über die Oberfläche des Mondes oder des Mars als über den Boden der Tiefsee. Die maritime Innovation birgt ein enormes Potenzial für unsere Wirtschaft und wird uns dabei helfen, Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Ernährungssicherheit anzugehen. Deshalb ist blaues Wachstum ein Schwerpunktbereich unseres neuen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020.“

Mit dem heute vorgelegten Aktionsprogramm schlägt die Kommission Folgendes vor:

vollständige Kartierung des Bodens der europäischen Gewässer bis 2020,
Schaffung einer Online-Informationsplattform über alle Meeresforschungsprojekte bis Ende 2015 im Rahmen von Horizont 2020 und über von den Mitgliedstaaten finanzierte diesbezügliche Forschungsarbeiten sowie Informationsaustausch zu den Ergebnissen abgeschlossener Projekte,
Einrichtung eines Wissenschaftsforums für blaue Wirtschaft und Wissenschaft, in das der private Sektor, Forscher und NRO eingebunden sind; dies soll dazu beitragen, die blaue Wirtschaft der Zukunft zu gestalten sowie Ideen und Ergebnisse auszutauschen. Die erste Sitzung wird 2015 anlässlich der Veranstaltung zum Tag der Meere in Piräus (Griechenland) stattfinden,
Aufforderung an die Akteure in Forschung, Wirtschaft und Bildung, bis 2016 die Erfordernisse, Kenntnisse und Qualifikationen der künftigen Arbeitnehmer im maritimen Sektor zu umreißen,
Prüfung der Möglichkeit, in wieweit wichtige Akteure aus Forschung, Wirtschaft und Bildung eine Wissens- und Innovationsgemeinschaft für die blaue Wirtschaft aufbauen können nach 2020. Die Wissens- und Innovationsgemeinschaften können als Teil des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) auf vielfältige Weise Innovationsanstöße geben, so etwa durch die Veranstaltung von Schulungs- und Bildungsprogrammen, Förderung der Vermarktung von Innovationen oder Einrichtung von Innovationsprojekten oder Gründerzentren.
Hintergrund
Die maritime oder „blaue“ Wirtschaft der EU ist ein riesiger Bereich mit über 5 Mio. Beschäftigten in so unterschiedlichen Sektoren wie Fischerei, Verkehr, mariner Biotechnologie oder Offshore-Anlagen für erneuerbare Energien.

Zwischen 2007 und 2013 hat die Europäische Kommission die marine und maritime Forschung im Rahmen des Siebten Forschungsrahmenprogramms mit durchschnittlich 350 Mio. EUR jährlich gefördert. Ein erheblicher Teil Meeresforschung wird auch innerhalb von Programmen der Mitgliedstaaten betrieben (so wenden z. B. Frankreich und Deutschland hierfür etwa 300 Mio. EUR jährlich auf). Blaues Wachstum ist ein Schwerpunktbereich im neuen Programm Horizont 2020, der allein für den Zeitraum 2014-2015 mit 145 Mio. EUR ausgestattet ist und für den innerhalb des Gesamtprogramms noch weitere Fördermöglichkeiten bestehen.

Etwa 30 % des Meeresbodens um das europäische Festland sind noch nicht erkundet. Diese Zahl schwankt zwischen 5 % im Golf von Biskaya bis zu mehr als 40 % in der Nordsee oder im Ionischen und zentralen Mittelmeerraum. Durch ein besseres Verständnis der Vorgänge unter der Meeresoberfläche wird auch die Kenntnis der Meeresressourcen und der Möglichkeiten ihrer nachhaltigen Nutzung verbessert.

Die Qualifikationsdefizite machen sich im Windenergiesektor bereits bemerkbar. In diesem Offshore-Sektor wurden 2012 bereits 10 % der jährlichen installierten Windkraftkapazität erzeugt und EU-weit mittelbar oder unmittelbar 58 000 Personen beschäftigt. Prognosen zufolge wird sich der Anteil der installierten Offshore-Windkraftkapazität bis 2020 auf 30 % erhöhen. Dies bedeutet dass bis 2020 die Zahl der Arbeitsplätze auf 191 000 und bis 2030 bis auf 318 000 ansteigen wird. Allerdings könnte auch der Fachkräftemangel bis dahin von derzeit 7 000 auf 14 000 Stellen (Vollzeitäquivalent) anwachsen, wenn künftigen Arbeitnehmern nicht die erforderlichen Qualifikationen etwa in der Wartung oder Herstellung vermittelt werden.

Weitere Informationen
Innovation in der blauen Wirtschaft: Erschließung des Potenzials unserer Meere für Beschäftigung und Wachstum: http://ec.europa.eu/maritimeaffairs/policy/marine_knowledge_2020/index_de.htm

MEMO/14/336:
Fragen und Antworten zur Innovation in der blauen Wirtschaft

MEMO/14/337:
Innovation in der blauen Wirtschaft: Einige Beispiele aus der Meeresforschung in der EU (nur englisch).

Broschüre zu EU-Forschungsvorhaben „Oceans of Tomorrow“ (PDF) http://ec.europa.eu/research/bioeconomy/pdf/ocean-of-tomorrow-2014_en.pdf

Horizont 2020:
http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/

Blaues Wachstum in der EU – einige Studien:
https://webgate.ec.europa.eu/maritimeforum/en/community/msexperts/articles/blue-growth-eu-set-studies (nur englisch).

US-Botschafter beim Parlamentarischen Frühstück der Deutschen Maritimen Akademie

Am 25. April hatte die Deutsche Maritime Akademie (DMA) Abgeordnete und Vertreter der Wirtschaft und der Bundesministerien zum Frühstück in den Deutschen Bundestag geladen. Als Gastredner sprach der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Philip D. Murphy zum Thema „Die transatlantische Zusammenarbeit nach der Wiederwahl von Präsident Obama“. Dabei betonte er vor zahlreichen Zuhörern, dass die USA trotz einer stärkeren Fokussierung auf den Pazifikraum immer noch einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Interessen in Europa sehen und damit die „transatlantische Brücke“ aus Sicht der US-Administrative nicht an Gewicht verloren habe. Dem Vortrag folgte eine angeregte Diskussion.

Die Veranstaltung wurde unter Schirmherrschaft der Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer in Zusammenarbeit mit der American Chamber of Commerce in Germany e.V. durchgeführt.

Im Anschluss fand eine Sitzung des DMA-Beirats statt. Der Beirat hat die Aufgabe, den Stiftungsvorstand zu beraten und Empfehlungen für die Arbeit des DMA zu geben Dabei wurden Dr. Michael Frehse vom Bundesinnenministerium als Sprecher und Frau MdB Karin Evers-Meyer als Stellvertreterin gewählt.

Die Veranstaltungsreihe der DMA zu maritimen Themenstellungen mit prominenten Vortragenden wird auch in Zukunft regelmäßig in den Räumen des Deutschen Bundestages stattfinden.

Rede-Manuskript des US-Botschafters Philip D. Murphy

v.l.n.r.: James E. Monroe (AmCham) Ingo Gädechens (MdB) Philip D. Murphy (Botschafter USA) Karin Evers-Meyer (MdB) Karl-Dietrich Haase (DMA) Helga Daub (MdB) Karl Heid (Präsident DMB)

Stapellauf der Deutschen Maritimen Akademie im Deutschen Bundestag

Am Mittwoch, den 28.11. zeigte sich in Berlin geballte maritime Präsenz. Mit einem Festakt in der Parlamentarischen Gesellschaft des Deutschen Bundestages wurde der Stapellauf der Stiftung „Deutsche Maritime Akademie (DMA)“ begangen. Die DMA ist das neue Bildungswerk des Deutschen Marinebundes, des größten maritimen Interessenverbands Deutschlands mit Sitz in Laboe bei Kiel.

„Zielsetzung der DMA ist es, etwas zu unternehmen gegen die in der Bundesrepublik Deutschland weit verbreitete Sea Blindness“, so Staatssekretär a.D. Heinz Maurus vom Vorstand der DMA in seiner Ansprache zur Zielsetzung der Akademie; „vor allem soll das Wissen um die Bedeutung der See, der Schifffahrt, der maritimen Wirtschaft und der Meerespolitik für das Wohl der Bundesrepublik Deutschland auch in küstenfernen Regionen gefördert werden.“

So werden Veranstaltungen wie Symposien, Tagungen und Expertenrunden auch gezielt im Binnenland stattfinden Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, betonte in seinem Grußwort an die zahlreichen Teilnehmer aus Politik, maritimer Wirtschaft und Marine, dass die gesamte deutsche Volkswirtschaft elementar auf exzellent ausgebaute Hafenzufahrten und Hinterlandanbindungen angewiesen sei. „Die DMA leiste unschätzbare Hilfe, maritime Belange möglichst tief ins Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern“, so Ramsauer weiter. Es gab auch gleich gute Nachrichten aus dem Verkehrsministerium: Ramsauer sagte aus einer Sonderzuweisung für Verkehrsprojekte in 2013 weitere 140 Mio. Euro für den Ausbau der Wasserstraßen zu.

Der Deutsche Marinebund ist bundesweit in mehr als 300 Vereinen in 16 Landesverbänden untergliedert. Gegründet wurde der DMB im Jahre 1891. Der DMB hat es sich zur Aufgabe gemacht, das maritime Bewusstsein in Deutschland zu fördern. Er ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Das internationale Mahnmal für den Frieden, das Marine-Ehrenmal in Laboe, ist im Besitz des DMB und wird von ihm erhalten.

Er unterstützt durch eine Unterorganisation die Jugendarbeit und fördert mit dem Marine-Regatta-Verein den Wassersport. Auch außerhalb Deutschlands ist der DMB ein anerkannter Partner und Gründungsmitglied der Internationalen Seefahrer Föderation. Zurzeit wird das verbandseigene Hotel „Scheerhaus“ in Laboe durch Anbauten erheblich erweitert, so dass es zukünftig von der Akademie als Tagungsort genutzt werden kann.

Ansprechpartner für die Presse:
Matthias Faermann
Geschäftsführer der DMA
Telefon: (0 43 43) 49 48 49 62
Fax: (0 43 43) 49 48 49 67
E-Mail: info@deutsche-maritime-akademie.de

Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer und Karl Heid, Vorsitzender der Deutschen Maritimen Akademie. Quelle: BMVBS
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer bei seiner Ansprache zum Stapellauf der Deutschen Maritimen Akademie. Quelle: BMVBS
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer bei seiner Ansprache zum Stapellauf der Deutschen Maritimen Akademie. Quelle: BMVBS
Gruppenfoto nach erfolgreichem Stapellauf der Deutschen Maritimen Akademie. V.l.n.r.: Werner Schiebert, Vizepräsident des Deutschen Marinebundes e.V., Karl Heid, Vorsitzender der DMA, Vizeadmiral Axel Schimpf, Inspekteur der Marine, Ingo Gädechens, MdB, Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Heinz Maurus, Staatssekretär a.D. und Mitglied des Vorstandes der DMA, Peter Josef Flatscher, Geschäftsführer Deutsche Plasser Bahnbaumaschinen GmbH.