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Wie unpassend, diesen Planeten Erde zu nennen,
wenn er doch ganz klar ein Ozean ist. Arthur C. Clarke

Starke Signale für den Frieden: Gedenken zum Volkstrauertag und Ausstellungseröffnung in Laboe am 15. November 2025

Laboe, 15. November 2025 – Am gestrigen Freitag fand am Marine-Ehrenmal in Laboe die traditionelle Gedenkzeremonie anlässlich des Volkstrauertages statt, zu der der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Marinebunds (DMB), Staatssekretär a.D. Heinz Maurus, und dem Vorsitzenden der Marine-Offizier-Vereinigung e.V. (MOV), Konteradmiral a.D. Thorsten Kähler, eingeladen hatte.
Die feierliche Zeremonie zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wurde von zahlreichen hochrangigen Gästen begleitet, darunter der Landtagsvizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Herr Lehnert Peter und für die Landesregierung der Staatssekretär des Ministeriums für Justiz und Gesundheit, Dr. Olaf Tauras.
Unmittelbar im Anschluss an die Gedenkveranstaltung wurde die neue Sonderausstellung „Frieden durch Verstehen“ des Marine-Ehrenmals feierlich eröffnet. Die bewusste Platzierung der Eröffnung am Volkstrauertag unterstrich die thematische Relevanz und Dringlichkeit.
Der Präsident des Deutschen Marinebunds, Heinz Maurus, betonte in seiner Ansprache die zentrale Botschaft der Doppelveranstaltung:
„Der Volkstrauertag mahnt uns nicht nur zum Gedenken an die Opfer, sondern vor allem zur aktiven Arbeit für den Frieden. Die Eröffnung der Ausstellung ‚Frieden durch Verstehen‘ ist unser deutliches Signal dafür. Denn wer die Motive des Gegenübers versteht, hat den Schlüssel in der Hand, um die Spirale des Konflikts zu durchbrechen und eine neue, angemessene Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden.“
Der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, ging auf den Wandel der Gedenkkultur ein und hob die Rolle des Ehrenmals heraus: „Laboe ist ein Ort, der uns daran erinnert, das Frieden nicht selbstverständlich ist.“ Dabei erinnerte er an die mehr als 3300 Soldaten/-innen und zivile Mitarbeiter/-innen der Bundeswehr, die im Dienst ums Leben gekommen sind, sowie an die 115 Toten in den vergangenen Auslandseinsätzen verstorben oder gefallen sind.
Die von dem Historiker des DMB, Dr. Jann M. Witt, und Christian Rösler konzipierte Ausstellung beleuchtet den zentralen Ansatz, dass der Schlüssel zu angemessenem Handeln darin liegt, die Perspektive und die Motive des Gegenübers zu erfassen. Es gehe nicht darum zuzustimmen, sondern das Wissen für eine fundierte und adäquate Antwort auf Konflikte zu gewinnen.
Die Ausstellung „Frieden durch Verstehen“ steht ab sofort für Besucher offen und lädt dazu ein, diesen Ansatz als aktiven Beitrag zur Friedensarbeit zu reflektieren.