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Pressearbeit kann man lernen
Wochenendseminar in Laboe

Wie schaffe ich mir Zugang zur Lokalpresse? Wie verfasse ich eine Pressemitteilung? Wo liegen die Tücken, wenn meine Fotos veröffentlicht werden sollen? Auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Teilnehmer des Seminars „Praktische Pressearbeit“ Antworten. Das Seminar wurde von der Deutschen Maritimen Akademie (DMA), dem Bildungswerk des DMB im DMB-eigenen Hotel ADMIRAL SCHEER in Laboe veranstaltet.

Aufmerksame Zuhörer

22 Teilnehmer aus 18 Vereinen und Kameradschaften des DMB kamen hier zusammen, um am ersten Februar-Wochenende zu erlernen und üben, Pressemitteilungen für die Lokal- und Regionalpresse erfolgreich zu verfassen sowie Meldungen und Artikel für verbandsinterne Publikationen zu erstellen. Thematisiert wurden das zielgerichtete Anfertigen von Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit und der Stellenwert der „neuen Medien“. Abgerundet wurde das Seminar durch Informationen über die Arbeit des Presse- und Informationszentrums der Marine.

Ein Verein, der Interesse an neuen Mitgliedern hat, muss aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Es ist zeitintensiv und kostet viel Geduld und Mühe, in seiner Gemeinde bekannt zu werden und ein positives Bild von seinem Verein zu erzeugen. Hingegen geht es sehr schnell, seinen Ruf zu ruinieren. Die größten Anstrengungen, zum Beispiel in der Jugendarbeit, sind sinnlos, wenn die Öffentlichkeit nichts davon erfährt. Es kommt kaum jemand zu Tagen der offenen Tür, wenn der Termin nicht in der Presse angekündigt wird. Allgemeine Informationen, Terminvorschau und Berichte über Veranstaltungen sind typische Fälle der Pressearbeit. Doch diese müssen erst einmal den Weg in die Medien, vor allem in die Lokalzeitung, finden. Werner Schiebert, DMB-Vizepräsident und Chefredakteur von „Leinen los! (LL)“ begrüßte die Seminarteilnehmer, beschrieb den Sinn und Zweck eines Verbandsmagazins und schilderte das Konzept sowie die Schwerpunkte von LL. Im Anschluss trug Fregattenkapitän Frank Martin vom Presse- und Informationszentrum (PIZ) der Marine zur Pressearbeit der Marine vor und gab Hinweise, wie und wo man aktuelle Informationen der Marine erhalten kann. Interessant für die Teilnehmer war besonders, wie sie das PIZ nutzen und mit ihm in Kontakt kommen können. Frank Martin

Nach kurzer Pause ging es zum eigentlichen Thema. Der stellvertretende Chefredakteur von LL, Matthias Faermann behandelte das Verfassen von Pressemitteilungen (PM). Schritt für Schritt wurden die Seminarteilnehmer an die PM herangeführt. „Zuerst hat man sich Gedanken zu machen, wen man erreichen und was man mitteilen möchte“, so Faermann.

Dann wird die PM inhaltlich strukturiert, dabei darf man die „magischen sechs W“ nicht aus den Augen verlieren: Wer – Was – Wo – Wie – Wann – Warum. Und schließlich geht es zum Ausformulieren. Hier gilt es klare Grundsätze zu befolgen, will man nicht riskieren, dass die eigene PM gleich im Papierkorb landet. So ist z.B. der Umfang zu beachten: je kürzer, desto besser. Auch sollte man nicht in der „ich“- und „wir“-Form schreiben und sich vor Abkürzungen hüten. Dass der Verfasser einer PM bei Namen immer den Vornamen mit ausschreiben soll und auch möglichst das jeweilige Alter mit angibt, war den meisten nicht bekannt.

Diese und noch viele weitere Regeln übten die Seminarteilnehmer anhand von selbstverfassten Texten. Der Humor kam bei den Beispielen auch nicht zu kurz. Am Abend wurden die Seminarthemen bei einem Glas Bier weiter vertieft. Am nächsten Tag ging es nach dem gemeinsamen Frühstück sogleich weiter. Matthias Faermann behandelte die „Kunst“ des Pressefotos Die Chance, eine PM zu veröffentlichen, ist deutlich höher, wenn ein Foto angefügt ist. Zudem erzielt sie eine erheblich bessere Wirkung, da eine Zeitungsmeldung mit Bildern eher gelesen wird. Auch bei einem Foto gibt es vieles zu bedenken. Wie beim Text hat man sich Gedanken zu machen, was man aussagen möchte und welches Bild vermittelt werden soll. Oberstes Gebot: das Foto muss technisch hohen Anforderungen entsprechen. Es muss durchgehend scharf sein und die Belichtung muss stimmen, sonst ist es zum Abdruck nicht geeignet. Allein darin ist schon zu erkennen, dass ein schneller Schnappschuss als Pressebild ungeeignet ist. Faermann gab zahlreiche Hilfestellungen, wie ein Bild gelingen kann. So ist z.B. bei Innenaufnahmen immer der Blitz zu nutzen, bei schlechten Lichtverhältnissen kommt auch ein Stativ in Frage. Und die alten Fotoweisheiten wie „in die Kamera schauen“ und „lächeln“ haben immer noch ihre Gültigkeit. Anhand vieler Beispiele wurde über Komposition und Technik von Pressefotos diskutiert. Dabei fiel auf, dass auch eine „Anzugkontrolle“ vor dem Ablichten einer Person durchaus zweckmäßig sein kann.

Es folgte Frank Behling, Redakteur bei den „Kieler Nachrichten“ und Mitarbeiter bei LL. Er trug zu den Themen „PM“ und „Foto“ aus der Sicht eines Zeitungsredakteurs vor. Seine Kernfrage lautete: „Wie erreiche ich Aufmerksamkeit in (und bei) den Medien.“ Er gab wertvolle Tipps, wie und vor allem wann man am besten Kontakt zum zuständigen Redakteur seiner Tageszeitung bekommt.

Frank Behling

Matthias FaermannSo sollte man nie nachmittags bei der Zeitung anrufen, da dann mit Hochdruck an den Artikeln geschrieben wird. Ohnehin ist es nicht hilfreich, einen Journalisten mit dem Wunsch nach einer Veröffentlichung zu „überfallen“. Behling betonte: „Es ist wichtig, dass man eine langfristige Verbindung herstellt und Vertrauen schafft.“

Bei einem Rundgang durch das Marine-Ehrenmal konnte nochmals frische Luft „getankt“ werden. Dann hielt Alexander Hub, der stellvertretende Bundesgeschäftsführer des DMB den abschließenden Vortrag über die neuen Medien, wie Internet-Auftritte und Facebook. Er überraschte mit Informationen, wie etwa der Tatsache, dass der DMB auf seiner Facebook-Seite weit über 6.000 sogenannte „Fans“ hat, davon mehr als Hälfte in der für die Nachwuchswerbung des DMB interessanten Altersgruppe von 18 bis 44 Jahren, und pro Woche über 30.000 Personen erreicht.

„Wer an neuen Mitgliedern interessiert ist, der kommt um einen ansprechenden Internetauftritt nicht herum“, so Hub. Die Bundesgeschäftsstelle kann dabei erhebliche Hilfestellung bis hin zu einer bezahlbaren Homepage leisten. Hub zeigte, wie die neue Internetpräsenz des DMB in wenigen Wochen aussehen wird. Sie wird dann auch auf mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones optimal dargestellt, das Zurechtfinden auf den Seiten wird deutlich erleichtert.

Am Ende des Seminars waren sich alle einig, dass sich die Teilnahme gelohnt hat. „Ich hätte nicht gedacht, was man alles bedenken muss und wo man im Umgang mit der Presse Fehler begehen kann. Aber dank des Seminars habe ich nun eine ‚Gebrauchsanweisung‘ für die Pressearbeit an die Hand bekommen“, so das Fazit eines Teilnehmers in der Abschlussrunde. Das Seminar wird im nächsten Jahr wieder von der DMA angeboten werden, nähere Informationen erscheinen rechtzeitig in „Leinen los!“. Die Redaktion unterstützt die Kameradschaften und Vereine währenddessen bei Fragen zur Pressearbeit. Ein Merkblatt zum Erstellen von Pressemitteilungen ist auf Anfrage erhältlich.



Gruppenbild

Text: Matthias Faermann

 

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